Direkt zum Inhalt
Rückschritt bei HIV?
ANZEIGE

Rückschritt bei HIV? Warnung aus der Schweiz vor internationalem Sparkurs

ms - 29.10.2025 - 15:00 Uhr
Loading audio player...

Im Jahr 2021 definierten die Vereinten Nationen das klare Ziel der Mitgliedsstaaten, die Aids-Epidemie bis 2030 zu beenden. Ob das in den verbleibenden fünf Jahren in Deutschland tatsächlich funktioniert, wird vielerorts inzwischen stark bezweifelt – nun mehren sich auch in der Schweiz die Bedenken. Nach den neusten Zwischenergebnissen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) hinken die Eidgenossen ebenso hinterher.

Etappenziele nicht ganz erreicht

Das Etappenziel sah die sogenannte 95-95-95-Formel vor, bedeutet: 95 Prozent der Menschen mit HIV kennen ihren Status, erhalten eine antiretrovirale Therapie und haben eine Viruslast unter der Nachweisgrenze. In der Realität reißen aktuell sowohl Deutschland wie die Schweiz in einem Aspekt das Zwischenziel. Positiv ist: In beiden Ländern ist der Großteil der Menschen mit HIV zwar in Behandlung (Deutschland 96 Prozent, Schweiz 98 Prozent) und die Therapie schlägt auch bei fast allen positiv an; sowohl in Deutschland wie in der Schweiz ist bei 96 Prozent der HIV-Patienten das Virus unterhalb der Nachweisgrenze. 

Doch ein Problem bleibt: Noch zu viele Menschen wissen nichts von ihrer HIV-Diagnose. In Deutschland betrifft das aktuell laut Robert Koch-Institut rund 11.000 Menschen, nur knapp 90 Prozent der Betroffenen sind bereits informiert. In der Schweiz wissen nur 93 Prozent von ihrem positiven HIV-Status. 

Rotstift bei den Finanzen 

Beide Länder haben zudem mit einem weiteren Problem zu kämpfen – immer wieder werden finanzielle Mittel zur Prävention auf Länder- sowie auch auf nationaler Ebene gekürzt. Ähnlich die Problematik global. Der Geschäftsführer der Aids-Hilfe Schweiz, Andreas Lehner, warnte daher jetzt eindringlich davor, dass ohne entschlossene Finanzierung und weiteren Investitionen das Ziel vielerorts verfehlt werde. In der Schweiz wurden dabei sowohl die Gelder für die STI-Präventionsarbeit wie auch die Beiträge für UNAIDS gekürzt und teilweise ganz gestrichen. Wer heute spare, der zahle morgen doppelt, sowohl menschlich wie auch finanziell, betonte Lehner weiter. Das zeigt sich auch mit Blick auf andere Geschlechtskrankheiten – in der Schweiz sind ähnlich wie in Deutschland die Fälle angestiegen oder stagnieren bestenfalls auf hohem Niveau. Die Krise hat inzwischen weite Teile Europas erreicht. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heated Rivalry kehrt zurück

Staffel 2-Drehstart steht bevor

Connor Storrie und Hudson Williams stimmen Fans mit einem gemeinsamen Auftritt in Toronto auf die zweite Staffel von „Heated Rivalry“ ein.
Überraschung bei Heartstopper

Gelöschte Sex-Szenen enthüllt

Die „Heartstopper“-Stars verrieten jetzt: Netflix strich den Großteil der gedrehten Sex-Szenen aus dem Abschlussfilm, einiges sei wie "Porno" gewesen.
Autor Benjamin Alire Sáenz

Abschied von einem Erzähler

Der Schriftsteller Benjamin Alire Sáenz, bekannt für „Aristoteles und Dante“, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.
Dritte Festnahme von Drake Von

Pornostar wird abermals inhaftiert

Adultdarsteller Drake Von ist jetzt zum dritten Mal in diesem Jahr festgenommen worden. Gegen ihn laufen inzwischen mehrere Strafverfahren.
Haft wegen Regenbogen-Shirt

Russland verschärft Repressionen

Ein russischer Kommunalwahlkandidat muss wegen eines Regenbogen-T-Shirts zehn Tage in Haft und darf nicht mehr kandidieren.
KI-Brillen sorgen für Kritik

Warnung vor Überwachungsrisiko

KI-Brillen von Meta könnten laut Kritikern neue Formen staatlicher Überwachung ermöglichen und besonders Minderheiten wie LGBTIQ+ gefährden.
Rätselhafter Tod in Dublin

Leiche in Recyclinganlage entdeckt

Ein obdachloser schwuler Mann wurde tot in einer Müllanlage in Dublin gefunden. Die Polizei schließt ein mögliches Verbrechen nicht aus.
Hardcore in Österreich

Alterscheck für alle Pornoseiten

Österreich plant ab 2027 verpflichtende Alterskontrollen für Pornoseiten. Kritiker warnen vor Risiken für Datenschutz und Anonymität.
Uni-Rauswurf in Nigeria

Schwule Studenten exmatrikuliert

Eine nigerianische Universität hat jetzt zwei männliche Studenten wegen einer homosexuellen Beziehung von der Hochschule geworfen.