Direkt zum Inhalt

Roland Henß ist tot CSD-Teams wie der Cologne Pride nehmen Abschied von einem wichtigen Aktivisten

Von ms - 31.07.2025 - 11:00 Uhr
Roland Henß ist tot
Foto: Instagram / ColognePride
ANZEIGE
Loading audio player...

Trauer in Köln und ganz Deutschland: Roland Henß ist tot! Henß starb aus unbekannten Gründen im Alter von 56 Jahren. Er gilt als einer der „Väter des CSDs“ und engagierte sich deutschlandweit für Pride- und CSD-Veranstaltungen, insbesondere für den Cologne Pride. 

CSD und Community-Hilfe

Das Team des Kölner CSD erklärte via Instagram: „Roland war weit mehr als nur ein Mitglied – er war seit 2007 Ehrenamtler, Freund, Weggefährte und ein Mensch mit dem Herz am rechten Fleck. Mit seiner warmherzigen Art, seiner unermüdlichen Hingabe und seinem großen Engagement hat er das Ressort der Pridebändchen-Verteiler und -Verteilerinnen in Köln geprägt wie kaum ein anderer.“

Und weiter: „Doch Rolands Wirken reichte weit über Köln hinaus: Wo immer ein CSD stattfand, war auch Roland nicht weit – immer bereit, mit anzupacken. Mit dem Queerpoint Minden hat er eine wichtige Anlaufstelle geschaffen: einen geschützten Raum und Treffpunkt für queere Menschen, Geflüchtete, ihre Familien, Freund:innen und Unterstützer:innen. Sein Lachen, seine Zuversicht und seine helfenden Hände waren ein fester Bestandteil unserer Community.“

Vermächtnis lebt weiter 

Besonders betont der Verein dabei weiter, dass Henß jedem Menschen das Gefühl gegeben habe, willkommen zu sein und gesehen zu werden. Zeitlebens habe er für Sichtbarkeit aber auch für Gleichberechtigung gekämpft. „Wir werden Roland schmerzlich vermissen. Sein Wirken wird weiterleben in all den Momenten, in denen wir zusammenkommen, füreinander einstehen und weiter für eine gerechtere Welt kämpfen – so, wie Roland es uns vorgelebt hat“, so der CSD-Vorstand weiter.  

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Wende im Fall Meiwes

Vorerst keine Entlassung

Armin Meiwes bleibt in Haft. Sein Antrag ist zurückgezogen. Was über die Entscheidung bekannt ist und warum lebenslang nicht nach 15 Jahren endet.
Omas Antwort auf den Hass

„Liebe kennt keine Barrieren“

Nach der Hasswelle gegen Luca und Cristian meldet sich Lucas Oma Loretta zu Wort. Ihr Brief stellt das Glück ihrer Familie an erste Stelle.
Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.
Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.