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Regenbogen in Florida St. Petersburg rebelliert gegen Verbote von Gouverneur DeSantis

Von ms - 24.02.2026 - 15:30 Uhr
Regenbogen in Florida
Foto: Threads / secondhand_stardust / Todd Burgess
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Die Stadt St. Petersburg im US-Bundesstaat Florida setzt trotz des Vorgehens von Gouverneur Ron DeSantis gegen Regenbogen-Zebrastreifen weiter Zeichen der Unterstützung für die LGBTIQ+-Community. Der neuste Clou: Im Rahmen des Winter Pride St. Pete wurde eine groß angelegte Regenbogen-Lasershow organisiert, die nach Angaben der Veranstalter in einem Umkreis von mehr als 80 Kilometern sichtbar war. Es dürfte als ein kreatives und sehr buntes „Fuck You“ in Richtung DeSantis verstanden werden.  

Ein buntes Stück Hoffnung 

Der Geschäftsführer von Winter Pride St. Pete, Rob Hall, sprach von „einem bemerkenswerten Moment“ und bestätigte, dass die Aktion eine direkte Reaktion auf die im Bundesstaat stattfindende Auslöschung von LGBTIQ+-Symbolik sei. Hall sagte dem Sender Fox 13, er habe gewusst, dass St. Petersburg der richtige Ort für ihn sei, nachdem er sich als Erwachsener geoutet hatte. 

Der Regenbogen-Zebrastreifen, den er damals gesehen habe und der inzwischen vom Florida Department of Transportation (FDOT) entfernt wurde, sei für ihn „lebensverändernd“ gewesen. „Als er entfernt wurde, hat mich das tief im Herzen getroffen!“ Gestaltet wurde die Lichtinstallation von der Laserkünstlerin Yvette Mattern. Sie erklärte, sie sei „so stolz, das hier machen zu können, wo dieser Regenbogen-Zebrastreifen entfernt wurde“.

DeSantis strikter Kurs 

Florida gilt inzwischen als Schwerpunkt republikanischer Maßnahmen gegen den Regenbogen als Symbol, ganz gleich ob an Brücken, als Zebrastreifen, vor der Gedenkstätte des Pulse-Attentats oder direkt als Flaggen. Die Regierung von DeSantis folgte damit auch Warnungen von US-Verkehrsminister Sean Duffy, der ernsthaft behauptete, Pride-Kunst lenke Autofahrer ab. DeSantis unterzeichnete daraufhin ein Gesetz, das das Florida Department of Transportation anweist, die Einhaltung eines einheitlichen Systems für Verkehrsleiteinrichtungen sicherzustellen. Nach Angaben eines Behördensprechers verbietet das Gesetz faktisch jegliche Straßenkunst und Wandmalereien wie Regenbogen-Zebrastreifen – unabhängig von ihrer politischen Aussage.

Bürgermeister verteidigt Werte 

Die Staatsregierung setzte die Entfernung der Markierungen trotz Protesten und Widerstands lokaler Verantwortlicher durch. St. Petersburg kam der Anordnung nach, nachdem mit dem Entzug staatlicher Fördermittel gedroht worden war. Bürgermeister Welch betonte jedoch im August, er werde progressive Werte weiterhin verteidigen. Bei einer Pressekonferenz bezeichnete Welch die Anweisung als Versuch des Staates, „lokale Werte und Prioritäten zu untergraben und stattdessen vorzuschreiben, welche Werte wir haben sollen“. Weiter sagte er: „Wir haben die Versuche gesehen, unsere Fähigkeit einzuschränken, unsere Gemeinschaftswerte auszudrücken und zu feiern. Doch immer wieder ist unsere Gemeinschaft der Herausforderung gewachsen. Und auch diese jüngste Herausforderung wird keine Ausnahme sein.“

Weiter erklärte die Stadt auf den sozialen Medien: „Diese Botschaft kann nicht ausgelöscht werden. Das ist unsere Stadt, unsere Stimme und unsere Geschichte… Gemeinsam werden wir weiterhin eine widerstandsfähige, inklusive und geeinte Gemeinschaft aufbauen.“ Bereits im Dezember hatte die Stadt elf Fahrradständer im Pride-Design vorgestellt. In einem Social-Media-Beitrag hieß es dazu: „Pride auf den Straßen!“ Die Fahrradständer seien „eine lebendige Möglichkeit, die Pride-Straßenkunst zu würdigen, die Anfang des Jahres aufgrund staatlicher Vorgaben entfernt wurde“.

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