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Politiker gesteht Doppelleben USA: Konservativer Ex-Vizegouverneur räumt Pornokonsum ein

Von mr - 23.03.2026 - 16:30 Uhr
USA: Konservativer Ex-Vizegouverneur räumt Pornokonsum ein
Foto: © IMAGO / SOPA Images
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Im Zentrum des öffentlichen Interesses steht das Schuldeingeständnis des ehemaligen Vizegouverneurs von North Carolina, Mark Robinson. In einem Podcast gab der konservative Politiker und langjährige Gegner von LGBTIQ+-Rechten erstmals offen zu, jahrelang pornografische Inhalte konsumiert und dabei ein Doppelleben geführt zu haben. Diese Aussagen kontrastieren scharf mit seiner bisherigen Strategie, öffentliche Vorwürfe energisch abzustreiten.

 

Unerwartetes Eingeständnis sorgt für Aufsehen

Robinson beschrieb in dem Interview offen eine „Obsession mit Pornografie“, die bereits in seiner Jugend begonnen und sich bis ins Erwachsenenalter gezogen habe. Besonders brisant: Laut Medienberichten ging es auch um Inhalte mit trans* Frauen – eine Gruppe, die er während seiner politischen Karriere wiederholt in Reden und Gesetzesinitiativen angegriffen und diskriminiert hatte. Während des Wahlkampfes für das Gouverneursamt betonte Robinson immer wieder eine christliche Lebensweise und nutzte scharfe Rhetorik gegen Minderheiten.

 

Politische Konsequenzen nach Enthüllung

Als im Wahljahr 2024 erstmals Berichte über Robinsons angebliche Beiträge in einem Erotikforum – teils mit rassistischen Ausdrücken und sexuellen Kommentaren zu trans* Personen – auftauchten, dementierte er noch vehement. Er beschuldigte Medien, politisch motiviert zu handeln, und klagte zunächst gegen den Nachrichtensender CNN. Im Podcast räumte Robinson nun jedoch ein, dass zentrale Aspekte der Umstände „absolut wahr“ seien, selbst wenn nicht jede Einzelheit stimme. Seine öffentlichen Dementis seien „nicht ganz ehrlich“ gewesen. Nach seiner Niederlage bei der Gouverneurswahl zog sich ein Großteil seines Teams zurück, Verbündete distanzierten sich, und der Wahlsieg ging an den Demokraten Josh Stein.

 

Brüche in Glaubwürdigkeit und politische Landschaft

LGBTIQ+-Organisationen und kommentierende Stimmen kritisieren, Robinsons Niederlage zeige, dass menschenfeindliche Rhetorik für politische Karrieren zunehmend zur Hypothek werde. Aktuelle Umfragen unterstreichen, wie sensibel US-Wähler auf persönliche Integrität und Authentizität reagieren – selbst im polarisierten Parteienspektrum. Auch im Vergleich zu bundesweiten politischen Skandalen, bei denen Doppelmoral und Anfeindungen gegen Minderheiten eine Rolle spielen, markiert Robinsons Fall eine Zäsur für die Republikaner in konservativen Südstaaten.

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