Direkt zum Inhalt

Nach Anschlag in Oslo Familienministerin Lisa Paus will gegen LGBTI*-Hass angehen

Von co - 30.06.2022 - 13:00 Uhr
Familienministerin Lisa Paus will gegen LGBTI*-Hass angehen
Foto: © instagram.com_lisa.paus
ANZEIGE
Loading audio player...

Am Wochenende schoss ein Mann vor einer Osloer LGBTI*-Bar wahllos in die Menge (SCHWULISSIMO berichtete). Die Tat hatte womöglich einen islamistischen Hintergrund. Familienministerin Lisa Paus (53, Grüne) reagierte darauf: „Wir dürfen dem Extremismus, ganz gleich, aus welcher Ecke, keinen Zentimeter weichen.“

Frühe Aufklärung beugt vor

Die freiheitliche und tolerante Gesellschaft müsse verteidigt werden – genau dazu wolle Paus laut Angaben der Bild eine starke Gegenwehr gegen LGBTI*-Hass anstreben. Die Ministerin sei zuversichtlich, dass die zahlreichen Programme und Aktionen ihres Ministeriums diesbezüglich Fortschritte erzielen werden. Sie glaube: Je früher im Leben Menschen mit gesellschaftlicher Vielfalt konfrontiert werden – und je früher sie lernen, dass Diversität dazu gehört und eine Bereicherung ist – desto widerstandsfähiger seien diese Individuen gegen Extremismus.

Andere Zeiten als damals

Heute sei schon „vieles besser geworden“, als es noch zu Paus’ Jugendzeit der Fall gewesen sei: „Wer Schwulenwitze macht, muss heute mit Widerspruch rechnen!“ Heutige Jugendliche seien dahingehend freier – das sei „eine gute Entwicklung“. Am Dienstag zeigte Paus auf ihrem Twitter-Kanal, wie ihr Ministerium die Progress-Pride-Flagge hisst: „Die Progress-PRIDE-Flag zu hissen, ist für mich weit mehr als ein Symbol! Oslo hat uns gerade wieder gezeigt, dass LGBTI*-Personen nie sicher sein können. Unser Einsatz für Vielfalt und gegen Diskriminierung ist daher nicht nur zum PRIDE-Month sondern jeden Tag unverzichtbar!“

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

DER STANDARDWegen lockerer Maskenpflicht: Wie eine Lesben-Bar in einen "woken Shitstorm" gerietBR24Wasserzeichen in ChatGPT-Texten: Das sollten Sie beachtenDER STANDARDMareike Fallwickl: "Ein Frauenleben ist auch ohne Männer sehr erfüllt"DER SPIEGELFitness: Queere Körperideale - »Jetzt werde ich auch einer von denen«Alle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wo würdest du ein erstes Date am liebsten verbringen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Scruff kauft Growlr

Millionen für Dating-App

Die Scruff-Firma Perry Street Software übernimmt die Bear-Dating-App Growlr und will Millionen in einen kompletten Neustart der Plattform investieren.
Verknallt in Testosteron-Jesus

Anti-LGBTIQ+-Influencer schwärmt

Der christliche Anti-LGBTIQ+-YouTuber Gabe Poirot sagt, er habe im Koma Jesus getroffen und dieser sei sehr „männlich“ und voller „Testosteron“.
McHenry startet in Italien

Offen schwul in der SuperLega

Der schwule US-Volleyballer Merrick McHenry wechselt nach Piacenza, schreibt als offen schwuler Profi Geschichte und hat Olympia 2028 im Blick.
Rekord bei Buchverboten

Strikte Zensur in den USA

Fast 12.000 Buchverbote registriert PEN America aktuell an US-Schulen – besonders häufig betroffen sind Werke über Sexualität, LGBTIQ+ und Rassismus.
Eiskunstlaufstar aus Südafrika

Bodasing schreibt Sportgeschichte

Shiven Bodasing schreibt südafrikanische Eiskunstlauf-Geschichte – neben seinem Beruf als Jurist und seinem Einsatz für LGBTIQ+.
Pionier Donald Webster Cory

Vom Vorkämpfer zur Reizfigur

Ein neuer Dokumentarfilm beleuchtet Donald Webster Cory, der die frühe US-Schwulenbewegung prägte und später mit seinen Ansichten empörte.
Flucht vor Todesdrohungen

Aktivisten erreichen Spanien

Zwei schwule LGBTIQ+-Aktivisten aus Sierra Leone sind nach ihrer Flucht in Spanien angekommen. Sie berichten von massiven Todesdrohungen.
Trump verspottet Aktivisten

„Gays for Palestine“ im Visier

Donald Trump verspottet „Gays for Palestine“ und deutet an, queere Aktivisten würden von einer Reise in die Region nicht zurückkehren.
Trauer um Hélène Hazera

Ein Leben voller Kämpfe

Die französische Journalistin, trans* Aktivistin und Vorkämpferin der Community Hélène Hazera ist am Montag mit 74 Jahren gestorben.