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Musiker stirbt in London

Musiker stirbt in London Trauer um erfolgreichen Songwriter Talay Riley

ms - 11.06.2026 - 10:30 Uhr
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Die internationale Musikszene trauert um den britischen Songwriter und Sänger Talay Riley. Der Grammy-Gewinner, der unter anderem an Songs für Britney Spears, Dua Lipa und H.E.R. beteiligt war, wurde bei einer Messerattacke in London tödlich verletzt. Das bestätigte die Londoner Metropolitan Police. Riley wurde 35 Jahre alt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Songwriter Talay Riley wurde im Alter von 35 Jahren bei einem Messerangriff in London getötet.
  • Riley schrieb unter anderem Songs für Dua Lipa, Britney Spears, H.E.R., Khalid und Nick Jonas.
  • Die Polizei nahm drei Personen vorübergehend wegen Mordverdachts fest.
  • Ein weiteres Opfer wurde bei dem Angriff verletzt, schwebte laut Polizei jedoch nicht in Lebensgefahr.
  • Familie, Freunde und Wegbegleiter trauern um den Grammy-Preisträger.

Drei Festnahmen nach der Tat

Der Musiker, dessen bürgerlicher Name Mark Orabiyi lautete, wurde am Morgen des 5. Juni mit Stichverletzungen im Garten eines Wohnhauses im Osten der britischen Hauptstadt entdeckt. Rettungskräfte versuchten noch, sein Leben zu retten, konnten jedoch nur noch seinen Tod feststellen. Bei dem Vorfall wurde zudem ein weiterer Mann im Alter von etwa 20 Jahren verletzt. Er erlitt ebenfalls Stichwunden und musste medizinisch behandelt werden. Nach Angaben der Polizei waren seine Verletzungen jedoch nicht lebensbedrohlich.

Im Zuge der Ermittlungen nahm die Polizei noch am selben Tag drei Personen vorläufig fest. Gegen sie wurde wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ermittelt. Ein 27-jähriger Mann kam später gegen Kaution wieder auf freien Fuß, während die Untersuchungen fortgesetzt werden. Ein weiterer Verdächtiger im Alter von 24 Jahren sowie eine 25-jährige Frau wurden nach Befragungen ohne weitere Maßnahmen entlassen. Die leitende Ermittlerin Detective Chief Inspector Joanna Yorke erklärte, die Untersuchung schreite „zügig voran“.

Bruder nimmt emotional Abschied

Besonders bewegend fiel die Reaktion von Rileys jüngerem Bruder Michael Orabiyi aus, der selbst als Songwriter unter dem Künstlernamen Scribz Riley bekannt ist. Auf Instagram würdigte er seinen Bruder mit persönlichen Worten: „Er hatte eines der reinsten Herzen, die ich je kennengelernt habe.“ Weiter schrieb er: „Er liebte tief, gab großzügig und berührte unzählige Menschen durch sein Talent, seine Güte und seinen Geist.“ Das Andenken an Talay Riley werde nach seinen Worten weiterleben – durch seine Musik, seine Familie, seine Freunde und die vielen Menschen, die ihm im Laufe seines Lebens begegnet seien.

Erfolgreiche Karriere als Musiker und Autor

Talay Riley wurde im Juli 1990 in London geboren. Erste größere Aufmerksamkeit erlangte er 2009 durch seine Zusammenarbeit mit dem Grime-Künstler Chip. Für dessen Debütalbum „I Am Chipmunk“ wirkte Riley an mehreren Titeln mit, darunter auch an „Look for Me“, das bis auf Platz sieben der britischen Singlecharts kletterte. Eigene musikalische Erfolge feierte er ebenfalls. 2011 veröffentlichte er den Song „Make You Mine“, der auf seinem Mixtape „Going to California“ erschien und ihm zusätzliche Bekanntheit verschaffte.

Seinen größten Einfluss hatte Riley jedoch als Songwriter hinter den Kulissen. Internationale Künstlerinnen und Künstler griffen regelmäßig auf seine Arbeit zurück. Einen Grammy gewann er für seine Beteiligung an H.E.R.s Song „Lights On“. Das Stück erschien auf dem selbstbetitelten Debütalbum der US-Musikerin aus dem Jahr 2017. Das Album wurde bei der 61. Grammy-Verleihung als bestes R&B-Album ausgezeichnet.

Zu den bekanntesten Werken, an denen Riley als Autor beteiligt war, zählen außerdem Dua Lipas „Last Dance“, Britney Spears' „Clumsy“, Khalids „Young Dumb & Broke“, Jessie Js „Who's Laughing Now“, Jason Derulos „If It Ain't Love“ sowie Nick Jonas' „Levels“. Mit seinem Tod verliert die internationale Popmusik einen Songwriter, der über viele Jahre hinweg an zahlreichen erfolgreichen Produktionen beteiligt war und die Karrieren namhafter Künstlerinnen und Künstler mitprägte.

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