Mordfall Sam Nordquist Lebenslang ohne Bewährung für die Täter?
Zwei Menschen, die ihre Beteiligung an der Entführung, Folter und Ermordung von trans* Mann Sam Nordquist eingeräumt haben, sollen heute vor dem Ontario County Court verurteilt werden. Jennifer Quijano und Precious Arzuaga werden voraussichtlich zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung verurteilt. Beide haben sich in allen gegen sie erhobenen Anklagepunkten schuldig bekannt
Das Wichtigste im Überblick
- Jennifer Quijano und Precious Arzuaga sollen heute vor dem Ontario County Court verurteilt werden.
- Beide haben sich in allen gegen sie erhobenen Anklagepunkten schuldig bekannt.
- Ihnen wird die Beteiligung an der Entführung, Folter und Ermordung von trans* Mann Sam Nordquist vorgeworfen.
- Quijano bekannte sich unter anderem des Mordes ersten Grades und zweifacher Entführung ersten Grades schuldig.
- Arzuaga bekannte sich in allen 11 Anklagepunkten schuldig, darunter Mord ersten Grades.
- Beide sollen voraussichtlich zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung verurteilt werden.
- Nordquist, ein 24-jähriger trans* Mann aus Minnesota, wurde über mehrere Wochen im Ontario County gefoltert.
- Seine Leiche wurde später auf einem Feld im Yates County gefunden.
- Insgesamt sind sieben Menschen im Zusammenhang mit seinem Tod angeklagt. Die Verfahren werden getrennt geführt.
Zwei Angeklagte vor Verurteilung
Quijano bekannte sich im Juli vor Richterin Kristina Karle schuldig. Sie räumte ein, zwischen dem 1. Januar und dem 2. Februar 2025 an der lang andauernden Misshandlung Nordquists beteiligt gewesen zu sein. Außerdem habe sie nach seinem Tod dabei geholfen, seine Leiche zu verbergen. Quijano bekannte sich des Mordes ersten Grades, in zwei Fällen der Entführung ersten Grades, der Verschwörung zweiten Grades, des schweren sexuellen Missbrauchs ersten Grades, der Verheimlichung einer menschlichen Leiche sowie in zwei Fällen der Gefährdung des Wohlergehens eines Kindes schuldig. Arzuaga bekannte sich im Juni in allen 11 Anklagepunkten ihrer Anklageschrift schuldig, darunter Mord ersten Grades. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete sie als ehemalige Freundin Nordquists. Quijano und Arzuaga gehören zu insgesamt sieben Personen, die im Zusammenhang mit Nordquists Tod angeklagt wurden. Ihre Verfahren wurden getrennt voneinander geführt.
Online-Liebe endet tödlich
Nordquist, ein 24-jähriger trans* Mann aus Minnesota, wurde über mehrere Wochen im Ontario County äußert brutal gefoltert. Der junge trans* Mann war im September 2024 in den Bundesstaates New York gereist, weil er sich online in die ältere Arzuaga verliebt hatte. Vor Ort erlebte er indes dann ein unfassbar grausames Martyrium. Die Anklageschrift beschreibt in elf Punkten die unvorstellbar grausamen Qualen, zu denen Schläge, Tritte, das brutale Einführen von Gegenständen in den Anus, Hunger sowie der erzwungene Konsum von Fäkalien, Urin und Tabaksaft gehörten. Schließlich verstarb der 24-Jährige an den Folgen der Folter, seine Leiche wurde im Februar 2025 auf einem Feld im Yates County gefunden. Nordquist wurde inzwischen in die Stonewall Wall of Honour in New York City aufgenommen. Dort werden LGBTIQ+-Persönlichkeiten gewürdigt, die aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Community getötet wurden oder besonderes Leid erfahren haben.