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Keine Homophobie bei Nike Christlicher Hass-Antrag scheitert mit 99 Prozent

Von ms - 29.09.2026 - 10:30 Uhr
Keine Homophobie bei Nike
Foto: iStock / wsfurlan
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Ein Vorstoß zur Überprüfung des langjährigen LGBTIQ+-Engagements des US-Sportartikelherstellers Nike ist bei den Aktionären deutlich gescheitert. Lediglich ein Prozent der abgegebenen Stimmen unterstützte den Antrag. 99 Prozent stimmten nicht dafür. Damit erteilten die Anteilseigner dem homophoben Antrag eine klare Absage.  

Das Wichtigste im Überblick

  • Nike-Aktionäre haben einen Antrag zur Überprüfung des LGBTIQ+-Engagements des Sportartikelkonzerns mit großer Mehrheit abgelehnt.
  • Nur ein Prozent der abgegebenen Stimmen entfiel auf den Antrag, 99 Prozent unterstützten ihn nicht.
  • Der Antrag wurde von der christlichen Investmentgesellschaft Inspire Investing eingebracht.
  • Nike sollte mögliche rechtliche, finanzielle, wettbewerbsbezogene und reputationsbezogene Risiken seiner Unterstützung untersuchen.
  • Im Mittelpunkt stand auch Nikes Engagement für die langjährige BeTrue-Kollektion.
  • Die Nike-Aktie ist von ihrem Höchststand von 179,10 Dollar im November 2021 auf zuletzt rund 36 Dollar gefallen.

Antrag von Christen-Gemeinschaft

Der Antrag wurde von Inspire Investing, einer christlichen Investmentgesellschaft, unterstützt und im Namen des Aktionärs William C. Cunningham eingereicht. Nike sollte sein Engagement für LGBTIQ+-Personen einschließlich der Unterstützung von trans* Personen überprüfen. Nike wurde darin aufgefordert, die rechtlichen, finanziellen, wettbewerbsbezogenen und reputationsbezogenen Risiken seiner wohltätigen Unterstützung zu bewerten und darüber Bericht zu erstatten. Der Antrag fand bei den Aktionären jedoch kaum Unterstützung. Nur ein Prozent der abgegebenen Stimmen entfiel darauf.

Nike unterstützt die LGBTIQ+-Community seit Jahren. Besonders bekannt wurde die BeTrue-Kollektion mit Schuhen, Shirts und anderer Bekleidung. Die Pride-Kollektion diente zugleich dazu, LGBTIQ+-Organisationen und Aktivisten im Sport und darüber hinaus finanziell zu unterstützen.  Nike erreicht aktuell 100 Punkte im Corporate Equality Index der Menschenrechtsorganisation Human Rights Campaign. Der Index bewertet Unternehmen anhand ihrer Richtlinien und Maßnahmen zur Gleichstellung von LGBTIQ+-Personen am Arbeitsplatz.

Nike-Aktie deutlich gesunken 

Der Vorstoß fiel in eine Zeit erheblicher Kursverluste der Nike-Aktie. Ihren bisherigen Höchststand erreichte sie im November 2021 mit kurzzeitig 179,10 US-Dollar. Zuletzt lag der Kurs bei rund 36 US-Dollar je Aktie. Damit hat die Aktie gegenüber ihrem Höchststand etwa 80 Prozent an Wert verloren. Das LGBTIQ+-Engagement des Unternehmens begann allerdings bereits deutlich vor dem Kursrückgang. Nike brachte 2012 erstmals eine zunächst stark limitierte BeTrue-Kollektion heraus und baute anschließend seine Zusammenarbeit mit der Community aus. 

In den folgenden Jahren stieg der Aktienkurs deutlich. Der Kursrückgang setzte 2021 ein, wobei ein großer Teil der Verluste erst nach 2023, dem letzten Jahr der BeTrue-Kollektion, entstand. Ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Nikes LGBTIQ+-Engagement und dem späteren Kursverfall lässt sich aus dieser Entwicklung daher nicht ableiten, auch wenn dies von konservativen Kritikern mit Parolen wie „Get Woke, Get Broke“ gerne immer wieder versucht wird. 

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