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Meilenstein für "Evil Gay"

Meilenstein für "Evil Gay" Erster offen schwuler Wrestler gewinnt WWE Championship

ms - 20.03.2026 - 11:00 Uhr
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WWE-Wrestler Aaron Rourke hat einen historischen Meilenstein erreicht, indem er sich zum ersten offen schwulen Singles-Champion in der Geschichte der WWE kürte. Der Sieg fand am 18. März statt, als er Jackson Drake in der neuesten Ausgabe der WWE Evolve Championships besiegte. Mit diesem Erfolg setzte Rourke nicht nur einen sportlichen, sondern auch einen bedeutenden kulturellen Akzent für die LGBTIQ+-Community.

Freudentränen nach Sieg

Rourke trat in dem Match unter seinem Ringnamen „Evil Gay“ an und sicherte sich mit einem kraftvollen Move vom obersten Seil den Sieg. Nach der Entscheidung brach der 26-Jährige emotional zusammen. Der Sieg war für Rourke ein langer Weg, der nicht nur von seiner sportlichen Leistung, sondern auch von seiner persönlichen Identität geprägt war. „Der Weg wird an vielen Punkten lang und hart sein, aber bleib stark“, schrieb Rourke in einer Nachricht auf sozialen Medien, die er an sein jüngeres Ich richtete. „Eines Tages werden deine Träume wahr werden.“ 

Die Reaktionen der Fans auf die historische Leistung von Rourke waren überwältigend. Viele würdigten nicht nur seinen sportlichen Erfolg, sondern auch seine Beharrlichkeit im Angesicht von Kritik, die oft seine äußere Erscheinung oder seine Person betraf. Die Zuschauer äußerten sich auf sozialen Medien mit Lob und Unterstützung und feierten Rourke als Symbol für mehr LGBTIQ+-Repräsentation in einem Bereich, der bislang wenig Raum für diese Gemeinschaft bot. „Der Sieg ist nicht nur ein persönlicher Triumph für Aaron, sondern auch ein wichtiger Schritt für die Diversität und Akzeptanz innerhalb der WWE“, betonten viele Anhänger. Besonders auf Instagram waren die Reaktionen von Freude und Bewunderung geprägt.

Vom Nachwuchstalent zum Champion

Rourkes Reise zu diesem historischen Titel begann 2024, als er dem WWE-Entwicklungsprogramm „Independent Development (ID)“ beitrat. Schon damals fiel er nicht nur durch seine Fähigkeiten im Ring auf, sondern auch durch seine Offenheit über seine sexuelle Orientierung, was ihn zum ersten offen schwulen Wrestler im Programm machte. „Evolve“, das als Sprungbrett für aufstrebende Talente innerhalb der WWE dient, führt viele Kämpfer schließlich zu WWE NXT und dem Hauptkader. Der Titelgewinn ist oft ein Zeichen dafür, wer als Nächstes für die große Bühne vorgesehen ist.

Rourkes Gelegenheit, um den Titel zu kämpfen, kam zu einem strategischen Zeitpunkt, da der amtierende Champion Jackson Drake sich auf den Wechsel zu NXT vorbereitete. In einem Video vor dem Match erklärte Rourke, dass Titelchancen verdient werden sollten und betonte, dass Drake nicht einfach als Champion abtreten sollte. Diese Herausforderung ebnete den Weg für das bedeutende Match.

Ein Meilenstein in der WWE-Geschichte

Rourke ist der erste offen schwule Singles-Champion in der WWE, aber er ist nicht der erste LGBTIQ+-Titelträger insgesamt. Darren Young schrieb 2015 Geschichte, als er zusammen mit Titus O'Neil den WWE Tag Team Championship gewann, zwei Jahre nach seinem Coming-Out. Auch Pat Patterson, der erste Intercontinental Champion, wird posthum als Wegbereiter anerkannt, obwohl er während seiner aktiven Zeit nie öffentlich geoutet war. Rourkes Erfolg baut auf diesem Erbe auf und setzt einen neuen Maßstab für die WWE: Ein offen schwuler Wrestler, der einen Singles-Titel in der größten Wrestling-Organisation der Welt hält.

„Dies ist erst der Anfang“

Der Sieg hat unmittelbare Auswirkungen: Rourke wird nun verstärkt im „Evolve“-Programm sichtbar und erhält dadurch bessere Chancen, in den Hauptkader aufzurücken. Langfristig könnte dieser Erfolg jedoch weitreichendere Veränderungen anstoßen. Fans hoffen, dass dieser Meilenstein zu mehr LGBTIQ+-Repräsentation und -Akzeptanz innerhalb der WWE führt. Bereits außerhalb der WWE hat Rourke Anerkennung erhalten, etwa durch die Aufnahme in die jährliche Liste der besten queeren Wrestler von Outsports. Mit dem Titelgewinn könnte sich seine Karriere nun noch schneller entwickeln. Auch Rourke selbst sieht den Titelgewinn nicht als Endpunkt, sondern als Beginn einer noch größeren Reise. „Dies ist erst der Anfang“, schrieb er in sozialen Medien.

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