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Filmfestival Cannes 2026
Foto: La bola negra / Moviestar Plus / Suma Content Films
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Filmfestival Cannes 2026 Haben LGBTIQ+-Filme eine Chance auf die Palme d'Or?

ms - 10.04.2026 - 14:00 Uhr
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Das Festival von Cannes 2026 verspricht ein aufregendes Programm: Vom 12. bis 23. Mai kämpfen zahlreiche Filme um die begehrte Palme d'Or. Im Wettbewerb sind unter anderem Rückkehrer wie Pedro Almodóvar und Lukas Dhont vertreten, aber auch spannende Neuentdeckungen wie „La Bola Negra“ von Javier Ambrossi und Javier Calvo. Queere Themen sind in diesem Jahr besonders präsent – sowohl in den Wettbewerbsfilmen als auch in den Sondervorführungen. Jetzt wurden alle Filme im Rennen um einen Preis veröffentlicht.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Viele queere Filme im Wettbewerb, darunter „La Bola Negra“, „Amarga Navidad“, „Coward“ und „The Man I Love“.
  • Rückkehrer wie Pedro Almodóvar, Lukas Dhont und Ira Sachs sind mit dabei.
  • Highlights: La Bola Negra, Amarga Navidad, Coward und The Man I Love.
  • Große erzählerische Spannweite von Aidskrise bis queere Reise durch die Epochen

Filmische Zeitreise durch die Epochen

Ein besonderes Highlight ist „La Bola Negra“ von Javier Ambrossi und Javier Calvo, die in Spanien mit der Serie „Veneno“ gerade Erfolge feierten. Der Film basiert auf einem unvollendeten Werk von Federico García Lorca, das 1936, als der Dichter ermordet wurde, abgebrochen wurde. „La Bola Negra“ beleuchtet queeres und homosexuelle Leben in drei historischen Epochen. Das Starensemble umfasst unter anderem Penélope Cruz und Lorenzo Zurzolo.

Auch Pedro Almodóvar ist zurück im Wettbewerb mit „Amarga Navidad“. Der Film erzählt zwei miteinander verknüpfte Geschichten: Die eine spielt 2004 und folgt der Werbefilmregisseurin Elsa, die an einer kreativen Blockade leidet. Die zweite Handlung spielt 2026 und dreht sich um Raúl, einen Drehbuchautor, der die Geschichte von Elsa in einem autofiktionalen Film verarbeitet.

Große Rückkehrer

Ira Sachs, bekannt für Filme wie „Love Is Strange“ und „Passages“, kehrt mit „The Man I Love“ zurück. Der Film spielt im New York der späten 1980er Jahre während der AIDS-Epidemie und folgt einem Künstler, der sich mit seiner Sterblichkeit auseinandersetzt. Rami Malek spielt die Hauptrolle des Jimmy George.

Lukas Dhont, der bereits mit „Girl“ und „Close“ Erfolge feierte, bringt seinen dritten Film „Coward“ in den Wettbewerb. Der Film spielt während des Ersten Weltkriegs und behandelt das Leben von Soldaten, die mit der Herausforderung kämpfen, ihre Moral aufrechtzuerhalten. Es ist Dhonts bisher ambitioniertestes und teuerstes Projekt.

Queere Filmperlen

Auch in anderen Kategorien sind queere Themen präsent. So zeigt „All of a Sudden“ von Ryusuke Hamaguchi, dem Regisseur von „Drive My Car“, die Geschichte einer französischen Pflegerin, die sich mit einer japanischen Dramatikerin anfreundet, die an einer unheilbaren Krankheit leidet. Ebenso erzählt „A Woman’s Life“ von Charline Bourgeois-Tacquet die Geschichte einer erfolgreichen Chirurgin, deren Leben aus den Fugen gerät, als sie von einer Romanautorin beobachtet wird. Außerhalb des Wettbewerbs werden unter anderem „La Vénus électrique“ von Pierre Salvadori und „Her Private Hell“ von Nicolas Winding Refn gezeigt. Beide Filme spielen mit queeren Erzählungen und sorgen bereits jetzt für viel Aufsehen.

Das Festival von Cannes 2026 wird ein bedeutendes Ereignis für die queere Filmszene. Die Vielfalt der Themen und die Präsenz etablierter Regisseure wie Almodóvar, Dhont und Sachs lassen auf ein aufregendes Programm hoffen. Der Wettbewerb und die Sondervorführungen bieten zudem zahlreiche Filme, die die queere Identität aus verschiedenen Perspektiven beleuchten – und zeigen, wie weit die Filmszene inzwischen in der Darstellung von Vielfalt und unterschiedlichen Lebensrealitäten gekommen ist.

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