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30 Jahre "Day of Silence" Was hat sich seit 1996 an Schulen in puncto Mobbing geändert?

ms - 10.04.2026 - 11:30 Uhr
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Der heutige 10. April 2026 markiert das 30-jährige Bestehen des „Day of Silence“, einer Initiative, die von zwei Studenten der Universität von Virginia ins Leben gerufen wurde. Der Tag zielt darauf ab, das Mobbing und die Belästigung von LGBTIQ+-Schülern sichtbar zu machen. Doch trotz der Erfolge der letzten Jahrzehnten zeige sich, dass viele dieser Fortschritte in jüngster Zeit zurückgedreht wurden, so die Initiatoren. 

Das Wichtigste im Überblick:

  • Der "Day of Silence" feiert 2026 sein 30-jähriges Bestehen.
  • Ursprünglich 1996 von zwei Studenten der Universität von Virginia ins Leben gerufen, sollte der Tag auf die Belästigungen und Mobbing-Erfahrungen von LGBTIQ+-Schülern aufmerksam machen.
  • Die heutige Realität zeigt einen Rückschritt: In den USA sehen sich LGBTIQ+-Schüler zunehmend mit Ablehnung und Benachteiligung konfrontiert, und die Unterstützung durch Schulen bleibt in vielen Fällen aus.

LGBTIQ+-Schüler zurück im Jahr 1996

In vielen Schulen sind LGBTIQ+-Schüler nach wie vor mit Diskriminierung konfrontiert. Die aktuelle politische Lage, einschließlich der Rücknahme von Schutzmaßnahmen und der Erschwerung von LGBTIQ+-inklusiven Lehrplänen, hat dazu geführt, dass sich die Situation für viele von ihnen verschlechtert hat. Laut einer aktuellen Umfrage der queeren Schüler-Organisation Glisten haben mehr als 70 Prozent der LGBTIQ+-Schüler binnen eines Schuljahrs Belästigungen oder Übergriffe erlebt. Besonders betroffen sind trans* Schüler: Nur 18 Prozent berichteten von unterstützenden Schulrichtlinien, viele vermeiden bis heute Toiletten oder Umkleideräume, um Konfrontationen zu entgehen. In gewisser Weise sind die Schüler also zurück im Jahr 1996, zu einer Zeit, als kaum Akzeptanz gegenüber homosexuellen und queeren Menschen herrschte. 

Hilfe von Mitschülern

Für viele Schüler sind es vor allem die Unterstützung durch Mitschüler und die Schaffung eines sicheren Umfelds, die den Unterschied ausmachen können. Der „Day of Silence“ bleibt so eine studentische Initiative, die in 30 Jahren weiterhin ein Symbol für den Widerstand gegen Diskriminierung ist. Heute werden US-Schüler durch ihre Stille und durch soziale Medien auf die aktuellen Probleme aufmerksam machen. Dabei möchten sie auch zeigen: „Wir sind hier, und wir verschwinden nicht. Ihr werdet unsere Stimmen hören.“ LGBTIQ+-Schüler fordern dabei keine Sonderbehandlung, sondern gleiche Rechte und Bedingungen, die es ihnen ermöglichen, sicher zur Schule zu gehen, ohne Angst haben zu müssen. 

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