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Hassverbrechen in Bremen Viele Opfer im Jahr 2025 waren LGBTIQ+-Menschen

Von ms - 10.04.2026 - 09:00 Uhr
Hassverbrechen in Bremen
Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie
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In Bremen ist die Zahl politisch motivierter Straftaten im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Wie Innensenatorin Eva Högl (SPD) mitteilte, wurden 2025 insgesamt 1.031 entsprechende Delikte erfasst. Das entspricht einem Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen sind LGBTIQ+-Menschen. 

Das Wichtigste im Überblick:

  • In Bremen ist die Zahl politisch motivierter Straftaten gestiegen.
  • Besonders deutlich nahm die rechte Kriminalität zu.
  • Queerfeindliche Übergriffe haben sich mehr als verdoppelt.
  • Antisemitische Straftaten sind hingegen rückläufig.

Rechte und linke Gewalt 

Besonders stark fiel der Zuwachs auch im Bereich der rechten Kriminalität aus. Mehr als die Hälfte der Fälle – insgesamt 557 – ordneten die Behörden diesem Spektrum zu. Das bedeutet einen Anstieg von rund 40 Prozent im Vergleich zu 2024. Häufig handele es sich dabei um Propagandadelikte, etwa die Verwendung verfassungswidriger Symbole. Auch Volksverhetzung und Beleidigungen spielten eine Rolle. Högl warnte in diesem Zusammenhang vor einer zunehmenden Verrohung. Hass sei inzwischen kein Randphänomen mehr, sondern zentraler Bestandteil politisch motivierter Kriminalität. Die Zahl linksmotivierter Straftaten blieb den Angaben zufolge auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Dennoch stellten auch diese Delikte die Sicherheitsbehörden weiterhin vor Herausforderungen. Die Täter agierten oft gut organisiert und konspirativ, was Ermittlungen erheblich erschwere.

Große Sorge bei LGBTIQ+

Mit großer Sorge blickt das Innenressort zudem auf die Entwicklung queerfeindlicher Straftaten. Die Zahl entsprechender Übergriffe auf Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierungen und Geschlechtsidentitäten habe sich mehr als verdoppelt – von 26 Fällen im Jahr 2024 auf 60 im Jahr 2025. Laut Högl treten die Täter zunehmend organisiert und aggressiv auf. Zudem gibt es zu bedenken: Nur gerade einmal zehn Prozent aller Attacken gegen LGBTIQ+-Menschen werden überhaupt angezeigt und finden Einzug in die Statistik. Rückläufig ist hingegen die Zahl antisemitischer Straftaten. Auch Delikte im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt gingen dem Bericht zufolge zurück. Die Behörden schließen jedoch nicht aus, dass die Zahlen angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten künftig wieder steigen könnten.

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