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Orlando: Pulse-Nachtclub wird abgerissen
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Mahnmal soll errichtet werden Orlando: Legendärer Pulse-Nachtclub wird abgerissen

mr - 19.02.2026 - 16:30 Uhr
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Der legendäre Pulse-Nachtclub in Orlando, einst Schauplatz des schwersten Angriffs auf LGBTIQ+-Menschen in den USA, wird Mitte März abgerissen. Damit macht das Gelände Platz für ein dauerhaftes Mahnmal, mit dem der Opfer und der Community gedacht werden soll. Die Stadt Orlando kündigte an, dass Anwohnende und Interessierte Anfang März endgültige Pläne einsehen und diskutieren können.

 

Symbolischer Neuanfang für Orlando

Der Abriss markiert eine zentrale Phase im Umgang mit den traumatischen Ereignissen vom 12. Juni 2016, bei denen ein Attentäter im Pulse 49 Menschen tötete und 53 weitere verletzte. Die meisten Opfer waren LGBTIQ+ und Latine. Bis heute gilt dieser Anschlag als das folgenschwerste Verbrechen an LGBTIQ+-Menschen in den Vereinigten Staaten. Der Täter kam damals bei einem Polizeieinsatz ums Leben. Die geplante Gedenkstätte soll mit einem Spiegelbecken, einer Survivors’ Wall und 49 Säulen die Erinnerung an jede betroffene Person bewahren. Bereits seit Dezember letzten Jahres werden Gegenstände wie das Clubschild gesichert und für das Memorial eingelagert.

 

Spenden und Stadt sichern Finanzierung

Die Stadt Orlando übernimmt die Leitung des Projekts, nachdem die privat initiierte onePULSE Foundation im Jahr 2023 aufgelöst wurde. Der Stadtrat stellte rund 7,5 Millionen US-Dollar bereit, der Landkreis Orange County steuert weitere 5 Millionen bei, während das Bundesland Florida etwa 394.000 US-Dollar beisteuert. Auch private Spenden spielen eine Rolle, um das Memorial umfangreich zu gestalten. Mit dem Baustart wird ab Herbst gerechnet, die Fertigstellung ist gegen Jahresende 2027 geplant. Die Verantwortlichen haben das Bauunternehmen Gomez Construction für Abriss und Aufbau beauftragt. Das Mahnmal soll explizit als offener Lern- und Begegnungsort für alle gestaltet werden.

Der geplante Abriss und der anschließende Aufbau des Memorials stehen symbolhaft für die gegenwärtigen Bestrebungen, gemeinschaftliche Traumata konstruktiv zu verarbeiten und zugleich ein Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung zu setzen. Die Stadt Orlando bindet die Bevölkerung eng in die Planung ein, um einen inklusiven Erinnerungsort zu schaffen.

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