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Landratswahl in der Uckermark
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Landratswahl in der Uckermark AfD-Herausforderer verliert die Wahl

ms - 20.04.2026 - 08:30 Uhr
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Die lesbische CDU-Politikerin Karina Dörk hat bei der Landratswahl in der Uckermark erneut ihre Amtszeit verteidigt. Mit einem deutlichen Ergebnis von fast 60 Prozent setzte sich die 61-Jährige gegen den AfD-Kandidaten Felix Teichner durch. Der 35-jährige Teichner, AfD-Landtagsabgeordneter, räumte seine Niederlage ein und erklärte, das Wahlergebnis zu respektieren. „In den letzten acht Jahren hat sie nicht alles falsch gemacht“, so Teichner, der sich im Wahlkampf ebenfalls mit Dörk auseinandergesetzt hatte.

Das Wichtigste im Überblick:

  • CDU-Landrätin Karina Dörk sichert sich klaren Sieg in der Uckermark
  • AfD-Kandidat Felix Teichner erreicht rund 40 Prozent
  • Dörk kann auf breite Unterstützung zählen, auch von SPD und anderen Parteien

AfD kann keine Erfolge verbuchen

Mit dem Versuch, erstmals einen Landrat in Brandenburg zu stellen, scheiterte die AfD in der Uckermark deutlich. Felix Teichner, der im Wahlkampf teils mit provokanten Aktionen auf sich aufmerksam gemacht hatte, erreichte rund 40 Prozent der Stimmen. Der Wahlsieg der Amtsinhaberin ist auch eine Bestätigung ihres politischen Profils, das sie insbesondere durch außenpolitische Statements und ihre Haltung zu den Sanktionen gegen Russland prägte.

Neben der CDU erhielt Karina Dörk auch die Unterstützung der SPD sowie anderer Parteien. Die CDU Brandenburg betonte, dass das starke Wahlergebnis vor allem das große Vertrauen widerspiegele, das sie sich in den vergangenen acht Jahren erarbeitet habe. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Michael Kellner äußerte sich erleichtert über Dörks Sieg und zeigte sich zuversichtlich für die Zukunft des Landkreises.

Ein weiterer Punkt, der Teichner möglicherweise geschadet haben könnte, war der Versuch, den Volksmusiker Heino für seine Wahl zu gewinnen. In einem Post in den sozialen Medien schrieb Teichner: „Am Sonntag würde Heino Felix wählen“, was zu einem Rechtsstreit führte. Der Sänger verklagt den AfD-Politiker nun auf Schmerzensgeld in Höhe von 250.000 Euro.

Dörks politische Haltung und Bekanntheit

Karina Dörk hat sich nicht nur als Landrätin in ihrer Region etabliert, sondern auch über die Uckermark hinaus einen Namen gemacht. Besonders ihre kritische Haltung gegenüber den Sanktionen gegen Russland und ihre Position zu Waffenlieferungen an die Ukraine sorgten für Aufsehen. 2024 unterzeichnete sie einen offenen Brief, in dem Kommunalpolitiker Gespräche mit Russland forderten. Ihre politische Linie, die sich in Teilen von der Bundes-CDU abhebt, brachte ihr in ihrer Heimat und darüber hinaus eine gewisse Bekanntheit ein.

In einem weiteren Wahlkampf in Brandenburg – diesem Mal im Nachbarlandkreis Barnim – fand die erste Runde der Landratswahl statt. Amtsinhaber Daniel Kurth von der SPD setzte sich mit 40,9 Prozent an die Spitze, gefolgt von AfD-Kandidat Matthäus Mikolaszek, der 30 Prozent der Stimmen erhielt. Da keiner der vier Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte, kommt es nun zur Stichwahl zwischen Kurth und Mikolaszek.

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