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Claudia Roth wird LGBTI*-Denkmal enthüllen
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KZ-Gedenkstätte Flossenbürg Claudia Roth wird LGBTI*-Denkmal enthüllen

co - 02.10.2020 - 12:00 Uhr
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Am 11. Oktober wird Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth von den Grünen wieder einmal die KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg besuchen. An diesem Tag wird im Gedenkstätten-Teil „Tal des Todes“ ein Denkmal zur Erinnerung an die in und um das Konzentrationslager Flossenbürg inhaftierten homosexuellen Männer eröffnen. Um dieses bemüht sich das schwul-lesbische Zentrum „Fliederich“ aus Nürnberg schon lange: In den vergangenen Jahren sammelte der Verein zahlreiche Spenden, um das Denkmal entwerfen zu lassen.

Zwischen 1938 und 1945 wurden in Flossenbürg mindestens 379 Männer als „Homosexuelle“ registriert. Laut Onetz starben 95 von ihnen nachweislich im Lager. Während der Gefangenschaft waren sie nicht nur den gewalttätigen Übergriffen durch SS-Soldaten ausgesetzt, sondern wurden auch von anderen Insassen bedroht. Nach 1945 blieb männliche Homosexualität noch bis 1994 hinein potenziell strafbar. Daher wurde dieser Opfergruppe lange der Status als Verfolgte des Nationalsozialismus verwehrt.

Die Enthüllung ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Es haben sich jedoch Gäste wie Landestags-Vizepräsident Karl Freller (CSU) angekündigt.
 

EDIT:
Aufgrund der Pandemie musste die Einweihung kurzfristig abgesagt werden. Die Einweihung durch Frau Roth wird in der ersten Jahreshälfte 2021 nachgeholt.​​​​​​​
 
Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ist für den Besucherverkehr geöffnet. Für aktuelle Informationen zu Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen kann man sich hier informieren.

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