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Kritik an Tim Cook Tech-Chef wird Kinovorführung bei Trump zum Verhängnis

Von ms - 27.01.2026 - 10:30 Uhr
Kritik an Tim Cook
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Apple-Geschäftsführer Tim Cook ist nach seiner Teilnahme an einer privaten Vorführung des Dokumentarfilms „Melania“ im Weißen Haus scharf kritisiert worden. Der Film, der sich mit der First Lady Melania Trump beschäftigt, wurde am vergangenen Samstag im East Room des Weißen Hauses gezeigt. Cook, der als erster offen schwuler CEO eines Fortune-500-Unternehmens bekannt ist, sah sich in den sozialen Medien zahlreichen Boykottaufrufen und heftigen Vorwürfen ausgesetzt.

Umstrittenes Event im Weißen Haus

Neben Cook waren auch andere führende Tech-Chefs bei der Vorführung anwesend, darunter Andy Jassy von Amazon, Eric Yuan von Zoom und Lisa Su von AMD. Etwa siebzig Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, die von Amazon Studios ausgerichtet wurde. Die Teilnahme dieser prominenten Führungskräfte an einem Event, das mit der Familie Trump in Verbindung steht, sorgte für breite Empörung in Teilen der Öffentlichkeit.

Die Veranstaltung fand überdies nur Stunden nach dem tödlichen Vorfall in Minneapolis statt, bei dem Alex Pretti, ein 37-jähriger Krankenpfleger, von Border Patrol-Agenten erschossen wurde. Pretti hatte gegen Einsätze der umstrittenen Bundesbehörde ICE protestiert. Ein Video zeigt, wie er versuchte, einer Frau zu helfen, die mit Pfefferspray besprüht wurde, bevor die Agenten ihn zu Boden warfen und mehrfach auf ihn schossen. Die Trump-Administration erklärte, es habe sich um Notwehr gehandelt.

Scharfe Kritik an Apple-Chef 

Die Kritik an der Teilhabe ausgerechnet des schwulen Apple-Chefs sorgt online und in den Medien seitdem für einen großen Shitstorm. Der Mitbegründer des Lincoln Projects, Rick Wilson, und ehemaliger politischer Berater der Republikaner, erklärte: „Wenn du ein CEO bist, der bereit ist, in der Nähe dieses Regimes zu sitzen, fühlt sich deine Shareholder Value -Ausrede heute Abend ziemlich blutgetränkt an.“ 

David Corn, Washington-Korrespondent des Magazins Mother Jones, schloss sich der Kritik an: „Tim Cook und Andy Jassy – und der Rest – unterstützen einen Autoritären, der über eine Geheimpolizei herrscht, die amerikanische Bürger tötet. Das Blut von Renee Good und Alex Pretti klebt an den Händen derjenigen, die Trump unterstützen.“

Auch Adam Cochran, Professor und Politik-Berater, richtete sich in einem Beitrag auf X direkt an Cook: „Wie war dieser Film, Tim? Der Film, den du geschaut hast, während Amerikaner erschossen wurden? Der Film, zu dem du von dem Mann eingeladen wurdest, dem du eine Million Dollar für den Amtseinführungsfonds gespendet hast? Der gleiche Mann, der auf die Rechte und Werte scheißt, für die du bei Apple so hart gearbeitet hast? War der Film den Eintrittspreis wert?“ 

Aus der queeren Community hagelte es ebenso viel Kritik, vor allem auch daran, dass sich Cook an anderer Stelle gerne als Unterstützer von LGBTIQ+ darstellt. Ein User schrieb online sinngemäß für viele andere: „Es ist widerlich, Tim Cook. Ich werde nie wieder ein Apple-Produkt kaufen!“ Bisher hat weder Cook noch der Apple-Konzern auf die Kritik reagiert.

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