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Kai Wegner zieht Konsequenzen
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Kai Wegner zieht Konsequenzen Berliner CDU vor Wechsel an der Spitze

ms - 10.07.2026 - 15:10 Uhr
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Der Berliner Regierende Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) wird seine Kandidatur als Spitzenkandidat für die kommende Wahl des Abgeordnetenhauses im September dieses Jahres nach Informationen der Bild-Zeitung zurückziehen. An seiner Rolle als Regierungschef will er jedoch festhalten. Auch die Welt-Zeitung hatte zuvor über diesen Schritt berichtet

Das Wichtigste im Überblick

  • Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) will seine Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl im September zurückziehen.
  • Wegner plant nach Informationen mehrerer Medien, weiterhin Regierungschef zu bleiben.
  • Als neuer Spitzenkandidat der Berliner CDU wird Finanzsenator Stefan Evers (46) gehandelt.
  • Hintergrund sind anhaltende Diskussionen über Wegners Aussagen zu seinem Umgang mit dem Stromausfall im Januar.
  • Die CDU Berlin steht wegen schwacher Umfragewerte unter Druck.

Nach Angaben mehrerer Medien soll Finanzsenator Stefan Evers (46, CDU) künftig die CDU in den Wahlkampf führen. Evers gehört seit April 2026 dem Senat von Wegner an. Auslöser für die innerparteiliche Diskussion sind Vorwürfe im Zusammenhang mit Wegners Darstellung seines Krisenmanagements nach einem größeren Stromausfall im Januar. Innerhalb der CDU hatte sich zuletzt Unruhe breitgemacht. In einer Umfrage war die Partei auf 17 Prozent gefallen, zudem wurden Forderungen laut, Wegner solle auf die Spitzenkandidatur verzichten. Wegner führt seit April 2023 eine schwarz-rote Koalition in Berlin und galt vielen in der queeren Community als Verbündeter. Aktiv unterstützte der CDU-Politiker beispielsweise die Forderungen nach einer Ergänzung des Grundgesetzes in Artikel 2 um die „sexuelle Identität“. 

Evers übernimmt öffentliche Termine

Die Spekulationen über Wegners politische Zukunft wurden zusätzlich durch mehrere kurzfristige Absagen verstärkt. Heute sagte der Regierende Bürgermeister bereits verschiedene öffentliche Termine ab. Unter anderem fehlte er bei einem wichtigen Treffen des Bundesrates. Dort übernahm Finanzsenator Stefan Evers seine Vertretung. Evers war bereits zuvor als möglicher Nachfolger im Gespräch. Nach Informationen des Berliner Tagesspiegels soll Wegner ihm die Aufgabe bereits am Vortag übertragen haben. Im Bundesrat äußerte sich Evers zu einem Berliner Antrag, der eine Verschärfung des Waffenrechts vorsieht.

CDU will Kurs vor Wahl stabilisieren

Rein rechtlich wäre ein Wechsel des Spitzenkandidaten auch nach dem Wahlrecht weiterhin möglich, sofern der neue Kandidat bereits für ein Mandat im Abgeordnetenhaus antritt. Innerhalb der CDU wird jedoch erwartet, dass die Parteiführung geschlossen hinter einer Lösung stehen will. Dabei geht es auch um die politische Ausrichtung Berlins nach der nächsten Wahl. In jüngsten Umfragen lagen Linke, Grüne und AfD vor der CDU. Die Christdemokraten wollen verhindern, dass die Hauptstadt künftig stärker von einem linken Bündnis geprägt wird. Was ein neuer Kurs für die LGBTIQ+-Community in der Regenbogenhauptstadt bedeuten würde, ist damit unklar.

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