Direkt zum Inhalt

Im Kampf gegen HIV PrEP jetzt auch in China zugelassen

Von co - 25.08.2020 - 13:00 Uhr
PrEP jetzt auch in China zugelassen
Foto: © MarcBruxelle
ANZEIGE
Loading audio player...

Schon seit vielen Jahren arbeiten LGBTI*-Aktivisten für die Zulassung des präventiven Medikaments Truvada in China. Nachdem im letzten Jahr 44 Prozent der HIV-Neuinfektionen in der Asien-Pazifik-Region auf homo- und bisexuelle Männer fielen, reagierte nun auch China und ließ das Medikament endlich zu.

Vor der Zulassung startete das Land einen Pilotversuch in insgesamt sechs chinesischen Städten, in denen PrEP versuchsweise abgegeben wurde. Derzeit arbeitet man an einer Strategie, um das Medikament im ganzen Land verfügbar und zugänglich zu machen. Vor allem soll es dabei auch um den Preis gehen, damit es für die Zielgruppen erschwinglich wird und so die Infektionsrate nachhaltig gesenkt werden kann.

UNAIDS begrüßte die Entscheidung: Mit der Zulassung von PrEP werde eine wichtige Lücke bei der HIV-Prävention geschlossen. Damit erwartet man, dass nun auch in China die HIV-Infektionszahlen zurückgehen werden. Wichtig sei, dass jeder Zugang zu dem Medikament habe und dieser nicht etwa durch Diskriminierung und Vorurteile verhindert werde.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

DER SPIEGELUngarn ändert umstrittenes Anti-LGBTQ-GesetzDie PresseRegierung reformiert „Kinderschutzgesetz“: In Ungarn dürfen Schwule und Lesben wieder Teil der Lebensrealität seinDER STANDARDUngarns Parlament reformiert umstrittenes LGBTQ-GesetzhessenschauMoritz Brandenstein schafft Ort gegen Einsamkeit: "Keiner war so wie ich"Alle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Sollte die geplante automatische Weitergabe sensibler Daten in Baden-Württemberg verhindert werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Queere Schüler besser schützen

Prien fordert Schutz vor Missbrauch

Sexualisierte Gewalt bedroht insbesondere auch queere Schüler. Bundesministerin Karin Prien fordert nun verbindliche Schutzkonzepte an allen Schulen.
Ungarn kippt LGBTIQ+-Verbote

Aus für Anti-Homosexuellen-Gesetz

Ungarns Parlament hebt zentrale LGBTIQ+-Beschränkungen aus der Ära Orban auf. Die Entscheidung folgt auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs.
Schwule Liebe in Avatar-Welt

Schwules Paar begeistert Fans

„Avatar: Seven Havens“ zeigt mit Jae und Datu ein schwules Paar. Die Fans feiern die Liebesszene, während Paramount+ zwei weitere Staffeln bestätigt.
Festnahmen in Indien

Neun Verdächtige nach Mord

Nach dem Mord an dem schwulen Influencer Mad Sandhu in Indien wurden neun Männer festgenommen. Die Polizei vermutet Homophobie und Bandenkriminalität.
Missbrauchsverdacht in Italien

Hausarrest für prominenten Priester

Ein italienischer Priester steht wegen mutmaßlicher sexueller Gewalt gegen einen 20-Jährigen unter Hausarrest. Die Kirche war offenbar vorgewarnt.
Brutaler Angriff in Frankreich

Homophobe Gewalt erschüttert Paris

Nach dem Pariser Pride wurde ein LGBTIQ+-Aktivist brutal zusammengeschlagen. Menschenrechtsorganisationen fordern besseren Schutz vor Hassgewalt.
Kritik von Human Rights Watch

Olympische Jugendspiele im Senegal

Vor den Olympischen Jugendspielen gerät Senegal wegen der Verfolgung queerer Menschen unter Druck. Menschenrechtler fordern ein Ende der Repressionen.
Cybermobbing gegen LGBTIQ+

Jeder fünfte Schüler betroffen

Cybermobbing trifft Millionen Schüler. Für queere Jugendliche kommen homophobe Angriffe, Outing-Drohungen und besondere psychische Belastungen hinzu.
Sperre gegen Jens Härtel

DFB zu Diskriminierungsvorwürfen

Nach Diskriminierungsvorwürfen gegen Jens Härtel verhängt der DFB ein zwölfwöchiges Funktionsverbot. Der Trainer hat Union Berlin zudem verlassen.