Homosexualität in Singapur Homosexualität bald auch in Singapur nicht mehr verboten?
Choong Chee Hong, besser bekannt unter dem Namen Bryan Choong, ist 41 Jahre alt und ehemaliger Geschäftsführer von Oogachaga, eine gemeinnützige Organisation, die eng mit der Lesben-, Schwulen- Bi- und Transsexuellen-Community zusammenarbeitet.
Im September hat der LGBTIQ*-Aktivist in Singapur eine Klage gegen den Abschnitt 377A des Strafgesetzbuches eingereicht, welche besagt, dass homosexuelle Handlungen mit bis zu zwei Jahren Haftstrafe verurteilt werden. Dieses Gesetz hat seine Wurzeln in der britischen Kolonialzeit, genau wie das indische Anti-Homosexuellen-Gesetz, das letztes Jahr aufgehoben wurde.
Wie das Magazin Straitstimes berichtet, verstoße die Verfassung Singapurs gegen insbesondere drei Artikel, so Choong. Artikel 9: „Niemand darf seines Lebens oder seiner persönlichen Freiheit beraubt werden“, Artikel 12: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“ und Artikel 14, der besagt, dass jeder Bürger von Singapur das Recht auf eine freie Meinung und auf freie Meinungsäußerung habe. Wir sind gespannt und drücken Choong die Daumen.