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Hilfe für queere Obdachlose
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Hilfe für queere Obdachlose Benefizgala des New Yorker Ali Forney Centers

ms - 13.05.2026 - 11:30 Uhr
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Mit einer Benefizgala hat das New Yorker Ali Forney Center rund drei Millionen US-Dollar für die Unterstützung obdachloser queerer Jugendlicher gesammelt. Die Einrichtung setzt sich seit Ende der 1990er Jahre für junge Menschen aus der LGBTIQ+-Community ein, die ohne festen Wohnsitz leben oder von Obdachlosigkeit bedroht sind.

Das Wichtigste im Überblick

  • New Yorker Hilfsorganisation sammelt rund drei Millionen US-Dollar für obdachlose queere Jugendliche
  • Schätzungen zufolge gehören 11 bis 40 Prozent obdachloser Jugendlicher in den USA zur LGBTIQ+-Community
  • Das Ali Forney Center betreut jährlich etwa 2.000 junge Menschen
  • Rund 400 Jugendliche warten derzeit auf einen Platz oder Unterstützung
  • Zahlreiche Prominente unterstützten die Benefizveranstaltung mit Auftritten und Auktionen

Hohe Zahl queerer Obdachloser 

Wie hoch der Anteil queerer Jugendlicher unter obdachlosen jungen Menschen in den USA tatsächlich ist, lässt sich nur schwer erfassen. Studien kommen je nach Methodik zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen und gehen von elf bis 40 Prozent aus. Viele der Betroffenen verlieren nach ihrem Coming-Out den Rückhalt ihrer Familien, fliehen aus problematischen häuslichen Verhältnissen oder wurden Opfer von Gewalt und Missbrauch.

Das Ali Forney Center wurde 1997 gegründet und bietet sichere Unterkünfte, Notschlafplätze sowie Unterstützung im Alltag, etwa durch Mahlzeiten und soziale Betreuung. Jährlich kümmert sich die Organisation um rund 2.000 junge Menschen. Dennoch reicht das Angebot nicht aus: Derzeit warten etwa 400 Jugendliche auf Hilfe oder einen freien Platz. Um die Arbeit fortzuführen und auszubauen, ist die Organisation auf Spenden angewiesen. Die diesjährige Frühlingsgala wurde erneut von zahlreichen prominenten Unterstützern begleitet. Ein Teil der Spendensumme kam durch eine Auktion zusammen. Versteigert wurden unter anderem eine Luxusreise nach Bali sowie ein Doppel-Tennismatch mit den ehemaligen Tennisprofis John und Patrick McEnroe.

Sichtbarkeit für junge Menschen

Alexander Roque, Leiter des Ali Forney Centers, bezeichnete die Veranstaltung als besonders wichtig für die Organisation. Dabei gehe es nicht allein um finanzielle Unterstützung, sondern auch darum, jungen Menschen zu vermitteln, dass sie nicht alleine seien. Mehrere bekannte Persönlichkeiten nahmen an der Gala teil oder unterstützten sie. Sängerin Chappell Roan sagte ihren geplanten Auftritt kurzfristig ab und übermittelte stattdessen eine Videobotschaft. Schauspieler Liev Schreiber und seine Frau Taylor wurden mit dem sogenannten Luminary Award ausgezeichnet. Ebenfalls anwesend waren der frühere Freestyle-Skifahrer und Olympiamedaillengewinner Gus Kenworthy sowie die Drag-Künstler Peppermint und Marti Gould Cummings.

Das Ali Forney Center erhielt in der Vergangenheit auch viel Unterstützung von Schauspielerin Bea Arthur, bekannt aus der Serie „Golden Girls“. Sie engagierte sich öffentlich für die Einrichtung und hinterließ dem Zentrum testamentarisch 300.000 US-Dollar. Die Spende wurde erst nach ihrem Tod bekannt. Nach Angaben der Organisation trug das Geld entscheidend dazu bei, den Betrieb während der Finanzkrise 2009 aufrechtzuerhalten. Später benannte das Zentrum einen Gebäudeteil als „Bea Arthur Residence“ nach der Schauspielerin.

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