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Hassverbrechen in Florida
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Hassverbrechen in Florida Trans* Mann überlebt gewalttätigen Angriff vom Nachbarn gelähmt

ms - 04.12.2025 - 12:00 Uhr
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Ein Mordversuch erschüttert erneut den US-Bundesstaat Florida: Nach fortwährenden Streitigkeiten feuerte ein Mann mit einer Pistole auf seinen Nachbarn, den schwulen trans* Mann Kyle McFarlane. Dieser überlebte nur knapp schwerverletzt und ist seitdem gelähmt.  

Nachbarschaftsstreit eskaliert 

Der Vorfall ereignete sich nach Polizeiangeboten kurz vor Thanksgiving Ende November, als McFarlane kaputte Möbelteile und Müll auf seinem Grundstück einsammelte, um damit ein Lagerfeuer zu machen. Erneut kamen die beiden Nachbarn daraufhin in Streit, Tyler Getchell behauptete, der junge trans* Mann habe sein Grundstück betreten – ein Trugschluss, wie Videoaufnahmen später eindeutig belegten. Schlussendlich soll Getchell seinem Nachbarn McFarlane dann in den Rücken geschossen haben. Der junge Mann fiel daraufhin bewusstlos zu Boden, Zeugen in der Nachbarschaft alarmierten die Polizei.  

Die Kugel blieb neben seiner unteren Wirbelsäule stecken und führte zu einer Lähmung. McFarlane kann seitdem nicht mehr laufen, zudem ist seine Darm- und Blasenfunktionen stark beeinträchtigt. Ärzte erklärten, dass er mit der Zeit und intensiver Physiotherapie möglicherweise einige motorische Funktionen zurückgewinnen könnte, eine Operation ist jedoch aufgrund der Lage der Kugel nicht möglich. Getchell wurde festgenommen und befindet sich aktuell in Untersuchungshaft. Die Anklage lautet auf versuchten Mordes. Ob die Staatsanwaltschaft die Tat zudem offiziell als Hassverbrechen einstuft, ist noch unklar – dies würde gegebenenfalls das mögliche Strafmaß deutlich erhöhen. 

Anfeindungen über Monate hinweg

Die Attacke mit der Schusswaffe war offenbar der Höhepunkt eines langjährigen Streits zwischen Getchell, seiner Freundin und McFarlane, wie das Jacksonville Sheriff’s Office und McFarlanes Freunde bestätigten. Der junge queere Mann hatte die Polizei zuvor wiederholt über Belästigungen durch die Nachbarn informiert. Fäkalien wurden an die Wände seines Hauses geschmiert, und in den Fenstern von Getchells Haus hingen Schilder mit Beleidigungen gegen Schwule und trans* Menschen, darunter auch derbe und diskriminierende Botschaften wie „Fick dich du Trans-Schwuchtel“. 

Freunde und Unterstützer von McFarlane beschrieben ihn als „Opfer eines gewalttätigen Verbrechens, das von einem hasserfüllten Nachbarn begangen wurde“. Sie haben eine GoFundMe-Kampagne gestartet, um ihn zu unterstützen: „Er wird einen langen Weg der Genesung und Heilung vor sich haben, der intensive Physiotherapie erfordert! Leider wird er für absehbare Zeit nicht arbeiten können, um sich selbst und seine geliebten Tiere zu versorgen. Kyle braucht die Unterstützung unserer Gemeinschaft auf diesem Weg.“ Am Tag nach Thanksgiving organisierten Freunde einen kurzen Krankenhausbesuch von McFarlanes „süßem Welpen“ Pickle. „Er war so glücklich und sehr dankbar für die Unterstützung“, berichteten sie. Erst vor einer guten Woche schockte ein Attentatsversuch in West Palm Beach die Community, ein SUV-Fahrer wollte mit seinem Auto eine Gruppe LGBTIQ+-Menschen totfahren. 

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