Direkt zum Inhalt
Hass-Gesetz in Uganda

Hass-Gesetz in Uganda Berufung Ende März – wird das Gesetz geändert?

ms - 23.03.2026 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

In Uganda wurde für Ende März eine wichtige Anhörung zur Überprüfung des Anti-Homosexuellen-Gesetzes angesetzt, das seit 2023 zu massiven Diskriminierungen und Stigmata führt und hohe Haftstrafen bis hin zur Todesstrafe für Schwule und Lesben vorsieht. Laut dem Human Rights Awareness and Promotion Forum (HRAPF) wurden seit der Einführung des Gesetzes 983 Fälle dokumentiert, in denen LGBTIQ+-Personen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert wurden.

 Hass-Gesetz verfassungskonform?

Allein im letzten Monat gab es sechs neue Verhaftungen, drei Fälle von Gewalt, sowie zwei Zwangsräumungen und drei weitere Diskriminierungen. Das Gesetz war bereits im Jahr 2023 heftig umstritten und führte zu internationalen Forderungen nach einer Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit. Im April 2024 erklärte das Verfassungsgericht Ugandas allerdings, dass das Gesetz größtenteils verfassungskonform sei. Nur wenige Bestimmungen wurden aufgehoben, darunter Regelungen zur Vermietung von Räumlichkeiten für gleichgeschlechtliche Aktivitäten und zur Meldepflicht bei der Übertragung von unheilbaren Krankheiten während gleichgeschlechtlicher Handlungen. Die Mehrheit des Gesetzes, einschließlich schwerwiegender Strafen, wurde jedoch bestätigt.

Kampf geht weiter 

Community-Aktivisten gingen daraufhin in Berufung. Sie argumentieren, dass das Gesetz weiterhin die Grundrechte queerer Menschen verletzt und zu weiterer Diskriminierung und Intoleranz führt. Die nächste Anhörung, die am 31. März 2026 stattfinden wird, könnte einen Wendepunkt bringen. Die Hoffnungen innerhalb der Community ist groß, dass das Gesetz gekippt wird und alle LGBTIQ+-Menschen ihre Rechte und ihre Würde zurückerhalten. Sexual Minorities Uganda (SMUG) betonte bereits vorab, dass der Kampf für die Rechte queerer Menschen trotz der Gerichtsentscheidung weitergehen muss. Human Rights Watch hob hervor, dass das Gesetz eines der härtesten weltweit sei und weiterhin eine massive Bedrohung für die LGBTIQ+-Gemeinschaft in Uganda darstellt.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Ausschluss bei Miss America

Trans* Frauen sind nicht erwünscht

Die Veranstalter der Miss America-Wahl haben nun ihre Richtlinien geändert und erklärt, dass trans* Frauen nicht am Wettbewerb teilnehmen dürfen.
Krise im Senegal

Homophobie und HIV

Das schärfere Anti-Homosexuellen-Gesetz sowie eine Welle von Gewalt befeuern im Senegal jetzt auch eine Krise bei der Versorgung von Menschen mit HIV.
Verfassungsänderung in Litauen

Homosexuelle Ehe und Familie

Die Regierung in Litauen will die Ehe und die Familie so in der Verfassung verankern, dass Homosexuelle und Regenbogenfamilien ausgeschlossen sind.
Rauswurf aus US-Militär

Erste trans* Soldaten betroffen

Offenbar ist das US-Militär trotz laufender Gerichtsverfahren dabei, erste trans* Soldaten nach einem Dekret des US-Präsidenten zu entlassen.
Eklat um Coachella Festival

Spenden an Anti-LGBTIQ+-Gruppen

Die Veranstalter des eigentlich queer-positiven Coachella Festivals in den USA spendeten Hunderttausende Dollar teilweise an Anti-LGBTIQ+-Verbände.
Kirche von Wales

Segnung homosexueller Paare

Die Kirche von Wales wird dauerhaft Segnungen von homosexuellen Paaren durchführen. Ein deutliches Statement gegen die Kirche von England.
Rechte Gewalt in Brandenburg

Verstärkter Einsatz der Polizei

Rechte Hetze und Gewalt hat in Brandenburg 2025 zugenommen, die Täter hatten es dabei verstärkt auf homosexuelle Männer abgesehen.
Ex-Rugbystar Gareth Thomas

Kampagne gegen Drogenkonsum

Der schwule britische Ex-Rugby-Nationalspieler Gareth Thomas will mit einer neuen Kampagne vor Chemsex und Drogen in der Community warnen.
Charlie Kirk Act in Tennessee

Neues Gesetz nach Mordfall

Im US-Bundesstaat Tennessee könnte bald der Charlie Kirk Act in Kraft treten; das Gesetz verbietet Protest gegen Anti-LGBTIQ+-Redner an Schulen.