Direkt zum Inhalt
Hass per Smartphone
ANZEIGE

Hass auf dem Smartphone Neue Zahlen belegen massive Zunahme von Hetze im Netz – besonders betroffen sind LGBTI*-Menschen

ms - 19.06.2024 - 11:00 Uhr
Loading audio player...

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat jetzt die Fallzahlen für politisch motivierte Straftaten im Bereich „Hassposting“ veröffentlicht: Im Jahr 2023 wurden dabei 8.011 Fälle registriert, eine Steigerung von 136 Prozent binnen eines Jahres. LGBTI*-Menschen gehören dabei zu den Top-5-Opfern in der Statistik. 

Massiver Anstieg von Online-Hass

Die häufigste Delikten dabei waren Volksverhetzung (3.251 Fälle) und Beleidigungen (2.438 Fälle). Die Experten sind sich darin einig, dass die Statistik nur einen sehr geringen Teil der tatsächlichen Fälle von Hasspostings festhalten kann, trotzdem würde die massive Zunahme von Fällen bereits sehr gut aufzeigen, wie sich das Klima im Netz allgemein verschlechtert hat. Zum Vergleich: Vier Jahre zuvor im Jahr 2019 wurden gerade einmal 1.500 Fälle dokumentiert. 

Rechtsextreme und Islamisten

Der Hass online kommt dabei zum größten Teil demnach von Rechtsextremisten. Die zweitgrößte Gruppe verbreitet Hetze im Internet aufgrund von einer religiösen und/oder ausländischen Ideologie, im Verfassungsschutzbericht von dieser Woche werden hierbei explizit Islamisten genannt. Über 3.000 Fälle lassen sich nicht eindeutig einem politisch motivierten Bereich zuordnen. Die jüngste forsa-Umfrage hierzu im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW hielt dabei allerdings fest, dass inzwischen 37 Prozent der Menschen in Deutschland regelmäßig mit Hate Speech konfrontiert sind. 

Im Opfer-Ranking stehen dann Politiker an erster Stelle, gleich gefolgt von Menschen mit einer anderen politischen Meinung. Ebenso weit vorne finden sich dann Angriffe gegen Homosexuelle und queere Personen. Jeder dritte Nutzer online in Deutschland (37%) hat auch bereits erlebt, wie LGBTI*-Menschen verbal im Internet attackiert wurden.   

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

"Lächerlich" laut Sage Steele

Vorstellung bei Heimspiel

Ex-Moderatorin Sage  Steele hat die Vorstellung des neuen nicht-binären Maskottchens des Damen-Basketball-Teams Toronto Tempo "lächerlich" genannt.
Flucht in die Freiheit

Paradies mit Schattenseiten

Kap Verde gilt als sicherer Zufluchtsort für viele verfolgte homosexuelle Afrikaner – doch fehlende Asylregeln lassen viele in Unsicherheit zurück.
Der Druck zum Posten

Urlaub unter Beobachtung

Vor allem junge Menschen – auch viele queere – teilen ihren Urlaub selbstverständlich in sozialen Netzwerken. Doch das Posten kann belastend werden.
Gewalt gegen queere Fahrgäste

Forderungen an Fahrdienst Uber

Ein schwerer Angriff auf eine trans* Frau in Kolumbien löst Forderungen nach besserem Schutz queerer Fahrgäste bei Fahrdienst-Apps wie Uber aus.
Allein in der Wohnung

Queere Menschen häufig betroffen

Rund 2,1 Millionen homosexuelle und queere Menschen leben allein, besonders ältere Menschen sind häufig davon betroffen.
Kritik an der US-Polizei

Queere Menschen im Fokus?

Eine neue Studie offenbart: In Kalifornien werden Menschen, die als trans* wahrgenommen werden, häufiger von der Polizei durchsucht und festgenommen.
Aktivisten verlassen Kamerun

Community massiv unter Druck

In Kamerun bedrohen Exil, Erschöpfung und sinkende Fördermittel die Strukturen der LGBTIQ+-Community und ihre bisherigen Erfolge.
Gay for Pay bei OnlyFans

Zwischen Geld, Sex und Identität

Eine wachsende Gruppe heterosexueller Männer produziert auf OnlyFans explizite Inhalte für ein schwules Publikum und ändert Debatten über Männlichkeit
Schwules Vampir-Märchen

Sexy Fischer trifft Walfänger

Ein umjubelter schwuler Horrorfilm erzählt von einer verbotenen Liebe zwischen einem Fischer und einem Walfänger auf den Färöer-Inseln.