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Große regionale Unterschiede Statistik: Queerfeindliche Hassdelikte steigen massiv an

Von mr - 04.09.2026 - 16:00 Uhr
Queerfeindliche Hasskriminalität steigt
Foto: © IMAGO / STEINSIEK.CH
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Eine aktuelle staatliche Erhebung des Bundeskriminalamts zeigt: Im Jahr 2025 wurden in Deutschland insgesamt 2 .377 queerfeindliche Hassdelikte registriert. Das entspricht einem Anstieg um 12,8  Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Tendenz unterstreicht eine fortgesetzte Zunahme von Hasskriminalität gegenüber queeren Menschen.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Das Bundeskriminalamt meldet 2 .377 Fälle queerfeindlicher Hasskriminalität im Jahr  2025, ein Plus von  12,8  Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • In Bremen haben sich die Fälle queerfeindlicher Straftaten von 26 im Jahr  2024 auf 60 im Jahr  2025 mehr als verdoppelt.
  • Die bundesweite Gesamtzahl politisch motivierter Kriminalität blieb nahezu konstant bei etwa 19 .484 Fällen.
  • Der Städtevergleich zeigt große regionale Unterschiede.

 

Polizeistatistik zeigt Anstieg der Fälle

Das Bundeskriminalamt hat die Zahlen für die politisch motivierte Kriminalität veröffentlicht. Dabei wies der Bereich queerfeindlicher Hasskriminalität mit 2 .377 Fällen einen deutlichen Zuwachs auf. Die Gesamtzahl der politisch motivierten Straftaten lag nahezu auf Vorjahresniveau bei etwa 19, 484 Fällen.

 

Bremen: Extrem starke Zunahme vor Ort

Im Bundesland Bremen ist die Situation besonders alarmierend. Während 2024 noch 26 queerfeindliche Straftaten erfasst wurden, stieg die Zahl laut Innenbehörde im Jahr 2025 auf 60 – eine Verdopplung innerhalb eines Jahres. Die Behörden verweisen auf verstärkte Sichtbarkeit und Aggressivität queerfeindlicher Aktionen als Gründe für die Zunahme, und reagieren mit spezialisierten Ermittlungsstrukturen und genauer situativer Analyse.

 

Relevanter Kontext zur Gesamtentwicklung

Trotz des Anstiegs queerfeindlicher Delikte ist die Gesamtanzahl politisch motivierter Straftaten in Deutschland stabil geblieben. Sie lag 2025 bei rund 19 .484 Fällen, lediglich minimal höher als im Vorjahr 

Im bundesweiten Vergleich zeigt sich, dass queerfeindliche Kriminalität trotz im Verhältnis niedriger Fallzahlen eine der wenigen Kategorien mit signifikant steigender Tendenz ist.

Die bundesweite Statistik dokumentiert ausdrücklich, dass ein beträchtlicher Anteil dieser Taten über das Internet begangen wird. Zudem erfolgt eine zunehmende Mobilisierung rechtsextremistischer Gruppierungen gegen queere Menschen.

 

Nächste Schritte

Abschließend bleibt festzuhalten: Der Trend zu mehr rassistischer und queerfeindlicher Gewalt darf nicht als isoliertes Problem betrachtet werden. Besonders signifikant ist die Verdopplung der Fallzahlen in Bremen, was die Dringlichkeit gezielter Ermittlungsarbeit und Schutzstrukturen unterstreicht.

Der nächste bestätigte Schritt ist die Einführung und mögliche Ausweitung von Landeskonzepten und spezialisierten Ermittlungsgruppen in weiteren Bundesländern – konkret wie in Bremen – um auf regional unterschiedlich verlaufende Bedrohungslagen gezielt reagieren zu können.

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