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Grausamer Mord in Mexiko LGBTI*-Community trauert um weiteres Opfer

Von ms - 02.03.2023 - 11:00 Uhr
Grausamer Mord in Mexiko
Foto: Meganoticias.mx
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Erneut wurde eine LGBTI*-Person in Mexiko Opfer eines Mordanschlags – jetzt traf es die frisch gewählte sogenannte “Karnevalskönigin der Diversität“ Violeta Navarrete (35). Mit bürgerlichem Namen hieß das Oper Juventino Espinoza, er war erst am vergangenen Wochenende zur Königin der Vielfalt des Karnevals von San Miguel Zapotitlán 2023 gekrönt worden – am Dienstagabend wurde er dann von Freunden in Ahome, Sinaloa, tot in seiner Wohnung aufgefunden.

Kopf regelrecht zertrümmert

Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen äußert grausamen Mord, das Opfer erlitt viele Schläge am ganzen Körper, vor allem aber auf den Kopf. Nach Informationen des örtlichen Sekretariats für Öffentliche Sicherheit und Bürgerschutz wurde der Kopf regelrecht “zertrümmert“. Die schweren Verletzungen führten schlussendlich zu einem Schädel-Hirn-Trauma, an dem Espinoza verstarb. Die Sanitäter, die vor Ort eintrafen, konnten nur noch den Tod feststellen, die Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.

Offensichtlich war die Situation seit der Krönung schrittweise eskaliert; Freunde berichten, dass Espinoza seit dem vergangenen Wochenende immer wieder angegriffen worden war, zuvor war bereits auch sein Karnevalsfestwagen beschädigt worden. In der LGBTI*-Community in San Miguel war Espinoza sehr beliebt, er arbeitete als Stylist und gab Tanz- und Zumba-Kurse für Kinder und Erwachsene. Freunde und LGBTI*-Aktivisten hatten sich am gestrigen Abend zu einer friedlichen Demonstration und einer Mahnwache vor der stellvertretenden Staatsanwaltschaft zusammen gefunden.

Mordserie an Homosexuellen und Trans-Frauen

Immer wieder kommt es gerade auch im Nordwesten Mexikos zu brutalen Zwischenfällen, allein in Sinaloa sollen nach Angaben der queeren Organisation “Sinaloa + Incluyente“ in den vergangenen zehn Jahren mindestens 22 Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität ermordet worden sein, mehrere weitere LGBTI*-Menschen werden bis heute vermisst. Generell ist die Lage für Homosexuelle und queere Menschen in Mexiko sehr schwierig, die meisten Morde werden niemals aufgeklärt. Zumeist werden Schwule, Lesben und Trans-Frauen Opfer der Angriffe. Im Durchschnitt kommt es jährlich zu mehr als einhundert Mordfällen an LGBTI*-Personen in Mexiko.

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