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Gefahr beim CSD Albstadt Aufruf zur regen CSD-Teilnahme als starkes Zeichen für Akzeptanz und gegen Rechtsextremisten

Von ms - 04.09.2024 - 17:30 Uhr
Gefahr beim CSD Albstadt
Foto: iStock / Roman Didkivskyi
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Erstmals startet an diesem Freitag im evangelikalen Zollernalbkreis eine Pride-Demonstration – der CSD Albstadt hofft auf viele Teilnehmer, um ein starkes Zeichen für Akzeptanz zu setzen und sich vor allem auch gegen die geplante rechtsextreme Gegendemonstration bestmöglich zur Wehr setzen zu können. 

Rechtsextremer Pride-Protest

„Die Situation spitzt sich bei uns zu: Eine rechtsextreme Gegendemonstration hat sich angekündigt. Die Gegendemonstranten gehören der ehemaligen NPD, heute ´Die Heimat´, an – und gelten als gewaltbereit“, so CSD-Pressereferent Pascal Conzelmann. Ein Awareness-Team vor Ort soll sich dabei um die Sicherheit kümmern, die Anzahl der Sicherheitsleute wurde aufgrund der Bedrohungslage inzwischen verdoppelt. Auch die Polizei und Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind verstärkt im Einsatz.

Jeder ist willkommen 

Die Demonstration soll nach aktuellem Plan auf dem Bürgerturmplatz in Albstadt stattfinden. Nach dem ersten CSD im Landkreis ist auch eine queere Party geplant, seit Monaten hat das ehrenamtliche Organisationsteam daran gearbeitet. Man hofft auf bis zu 200 Teilnehmer, freut sich aber grundsätzlich über jeden, der dabei ist und Flagge zeit – sehr gerne auch ältere Menschen. „Wir würden uns sehr freuen, wenn auch ältere Menschen kämen. Die könnten einigen bewusst machen, dass queer sein keine Mode oder ein Trend ist“, so Funny Arnold vom CSD-Team gegenüber der Schwäbischen Zeitung.  

Und Kevin Paal, Vorsitzender der mitorganisierenden Jusos Zollernalb, sagt: „Gerne wollen wir alles Queere aus dem süddeutschen Raum zu uns einladen. Und auch alle anderen, fröhlichen und freundlichen Menschen sind herzlichst dazu aufgerufen, ganz bunt und vogelwild zu uns zu kommen. Gemeinsam wollen wir ein Fest der Akzeptanz, der Freundlichkeit und der Menschlichkeit miteinander feiern.“ Das Ziel ist ein friedliches Fest. 

Kein Platz für „wutverzerrte Fratzen“

Mit Blick auf die rechtsextreme Gegendemo betont Peter Demmer, Vorsitzender der mitorganisierenden Jugendinitiative Immerwaslos: „Wir veranstalten einen CSD für die von uns vertretenen Ideale und nicht gegen dämliche Faschos. Letztere wollen wir nicht im Geringsten durch unsere Aufmerksamkeit aufwerten. Die Menschen werden schlussendlich selbst entscheiden, ob sie in unsere freundlichen, weltoffenen Gesichter oder in die wutverzerrten Fratzen potentieller Menschenfeinde blicken wollen (…) Aggression, Straßenkampf, Springerstiefel, Sturmkappen und auch schon ein ´Anschreien´ politisch Andersdenkender ist zu keinem Zeitpunkt von uns erwünscht — egal ob religiös oder durch irgendeine politische ´Glaubensrichtung´ motiviert.“

Dass ein Pride gerade auch im Kleinstädtischen und Ländlichen in Baden-Württemberg wie auch in ganz Deutschland nach wie vor sehr wichtig ist, zeigten dabei die aktuellen homophoben Reaktionen, so das CSD-Team weiter. „Queeres Leben ist noch immer mit vielen Konflikten verbunden. Natürlich ist es über die Jahre deutlich besser geworden, aber wir sind noch lange nicht da, wo wir hin wollen“, bekräftigt Paal. Und Demmer ergänzt: „Solange es Menschen gibt, die denken, Homosexualität wäre eine Krankheit, braucht es solche Plattformen.“ 

CSD Albstadt

06. September 2024

Ab 18.30 Uhr @ Bürgerturmplatz Albstadt

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