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Freude in Slowenien
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Freude in Slowenien Erstes osteuropäische Land erlaubt gleichgeschlechtliche Ehen

ms - 03.02.2023 - 08:59 Uhr
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Als erstes osteuropäisches Land ermöglicht Slowenien seit dieser Woche allen Schwulen und Lesben die gleichgeschlechtliche Ehe. Zum ersten Februar trat die neue Verordnung in Kraft, nachdem im letzten Jahr das Verfassungsgericht die bis dato gültigen Gesetze als diskriminierend und nicht verfassungskonform eingestuft hatte. Mit einer deutlichen Mehrheit hatte daraufhin das Parlament in Ljubljana für eine Gesetzänderung gestimmt. In Slowenien feiert die Gay-Community in dieser Woche jetzt ausgelassen ihre neuen Rechte.

Katholische Kirche wollte Homo-Ehe verhindern

Ebenso möglich für homosexuelle Paare ist nun auch die Adoption von Kindern. Zuvor hatte das slowenische Gesetz eine Heirat als eine Vereinigung von Mann und Frau definiert und somit auch nur heterosexuellen Paaren eine Adoption erlaubt. Bei der finalen Parlamentsabstimmung hatte Staatssekretär Simon Maljevac bekräftigt: „Unterschiede sollten kein Grund für Diskriminierung mehr sein. Wir erkennen die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare an, die diese schon vor langer Zeit hätten bekommen sollen.“

Neben konservativen Politikern hatte vor allem auch die katholische Kirche sowie allen voran auch Papst Franziskus ganz direkt versucht, die gleichgeschlechtliche Ehe mit allen Mitteln zu verhindern. Mit dem nun in Kraft getretenen Gesetz ist Slowenien das vierzehnte Land innerhalb der Europäischen Union, das gleichgeschlechtliche Ehen ermöglicht.

Umdenken in der Bevölkerung

In Slowenien selbst feiert neben der Gay-Community auch die Regierung das neue Gesetz und veröffentliche dazu auch online mehrere Tweets in Regenbogenfarben. Ziel sei es dabei auch, weitere Teile der Bevölkerung für die Rechte von Schwulen und Lesben zu sensibilisieren – noch vor knapp acht Jahren hatte sich, angestachelt abermals von der römisch-katholischen Kirche, eine knappe Mehrheit der Bevölkerung in einem Volksentscheid gegen die Homo-Ehe ausgesprochen.

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