Direkt zum Inhalt

Fehlender Mut zum Coming-out Fußballprofi wünscht sich mehr Akzeptanz von Homosexualität im Sport

Von tr - 17.05.2021 - 12:00 Uhr
Fußballprofi wünscht sich mehr Akzeptanz von Homosexualität im Sport
Foto: © instagram.com/leon_goretzka
ANZEIGE
Loading audio player...

 Fußballer wünscht sich mehr Mut zum Coming-out

Der Fußballprofi Leon Goretzka muntert aktive, homosexuelle Spieler auf, sich zu outen. Thomas Hitzlsperger ist der bisher einzige ehemalige Bundesliga-Star, der offen zu seiner Homosexualität steht. Doch auch dessen Coming-out folgte erst nach der Beendigung seiner Karriere. Im Gegensatz zu Goretzka hatte sein damaliger Kollege Philipp Lahm vor etwa drei Monaten andere Fußballer vor einem Outing gewarnt.

Goretzkas Ansage

Die derzeitige Juni-Ausgabe vom Playboy lässt Goretzka sprechen. Der äußerte, dass er sich freuen würde, wenn aktive Spieler mutig genug wären, um zu einem Coming-out zu gelangen. Er räumte ein, dass derjenige dann auch mit negativen Äußerungen und Beschimpfungen rechnen müsse, aber wir im Jahr 2021 leben. Akzeptanz sollte im Vordergrund stehen. Das Team, die Fans, die Vereine sind als Gemeinschaft gefordert, die Profis nach ihrer spielerischen Leistung zu beurteilen. Niemand sollte sich für die eigene Sexualität schämen oder diese verstecken müssen.

Hashtag für mehr Toleranz im Fußball

Das Thema Homosexualität führt im Sport zu keiner Einigung. Nicht nur im Fußball haben viele aktive Spieler Angst, vor den möglichen negativen Auswirkungen eines Outings. Nachdem Lahm seine Warnung ausgesprochen hatte, wurde unter dem Hashtag #ihrkönntaufunszählen viel gepostet, was für mehr Toleranz im Fußball stand. Eine große Zahl an Menschen widersprachen den Worten des Profis, erklärte Promiflash gestern.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Wende im Fall Meiwes

Vorerst keine Entlassung

Armin Meiwes bleibt in Haft. Sein Antrag ist zurückgezogen. Was über die Entscheidung bekannt ist und warum lebenslang nicht nach 15 Jahren endet.
Omas Antwort auf den Hass

„Liebe kennt keine Barrieren“

Nach der Hasswelle gegen Luca und Cristian meldet sich Lucas Oma Loretta zu Wort. Ihr Brief stellt das Glück ihrer Familie an erste Stelle.
Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.
Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.