Direkt zum Inhalt
Fahndungserfolg in London
Foto: IMAGO / Panthermedia
ANZEIGE

Fahndungserfolg in London Gefahr ist noch nicht gebannt, weitere Verdächtige auf der Flucht

ms - 01.03.2023 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Die Londoner Polizei kann einen ersten Fahndungserfolg im Fall der “Grindr-Überfälle“ auf Homosexuelle verzeichnen: Am Flughafen konnte sie einen ersten Tatverdächtigen festnehmen. In der britischen Hauptstadt war es seit Januar ähnlich wie zuvor auch in New York zu Raubüberfällen auf schwule Männer gekommen, die zumeist über die App Grindr ein Date verabredet hatten und anschließend beim Treffen betäubt und ausgeraubt worden waren. Die ermittelnden Beamten schließen dabei nicht aus, dass die mutmaßliche Bande von Kriminellen auch erneut in anderen europäischen Ländern zuschlagen kann – in Berlin gab es ähnliche Vorfälle bereits vor einigen Jahren.

Weitere Täter auf der Flucht

Im aktuellen Fall in London geht die britische Polizei derzeit von mindestens zwei möglichen Tätern aus, die stets nach derselben Methode vorgehen und gezielt schwule Männer überfallen. Einen der mutmaßlichen Täter, einen 29-jährigen Mann, konnten die Ermittler kurz vor seiner Ausreise am Flughafen in London-Gatwick festnehmen. Der Beschuldigte soll in mindestens vier Fällen schwule Männer im Alter zwischen 32 und 55 Jahren betäubt und anschließend ausgeraubt haben. Wo sich der zweit mutmaßliche Täter oder möglicherweise weitere Komplizen aufhalten, ist ungewiss – nach Angaben der Polizei könnten diese Großbritannien bereits verlassen haben.

Keine Entwarnung seitens der Polizei

Aufgrund dessen gibt die Londoner Polizei auch nach wie vor keine Entwarnung und bekräftigte in ihrem jüngsten Statement, dass schwule Männer vorsichtig beim Daten agieren sollten und weiterhin Schutzmaßnahmen in Betracht ziehen müssten. Homosexuelle sollten Freunden mitteilen, wenn, wann und wo sie sich zu einem Date verabreden, keine Wertsachen mit sich führen oder offen in der Wohnung liegen lassen und nur Getränke konsumieren, die nicht unbeaufsichtigt geblieben sind. LGBTI*-Aktivisten wie auch die Polizei gehen dabei davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegen könnte und viele weitere Opfer aus Scham oder Misstrauen der Behörden gegenüber erst gar nicht Anzeige erstattet haben.  

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Trey Cunningham selbstbewusst

Hürdenläufer mit Starpotenzial

Der schwule Sportstar Trey Cunningham beendet seine Saison mit Rekord, Modeljobs und viel Selbstbewusstsein – und hat bereits Olympia 2028 im Blick.
Kerle in besonderer Tracht

Lederhose, Lust und Lebensfreude

September ist Oktoberfestzeit. Für schwule Jungs liegt dabei eine besondere Faszination bei Männern in Lederhosen. Doch warum eigentlich?
Netflix und LGBTIQ+

Die zehn erfolgreichsten Serien

Netflix' meistgesehene Serien zeigen viele LGBTIQ+-Figuren und Geschichten – an der Spitze steht ein sexy Werwolf mit rund 252 Millionen Aufrufen.
Mordversuch mit Bierflasche

Junger Mann in Minnesota attackiert

Ein Mann aus Minnesota wurde mit einer zerbrochenen Bierflasche attackiert und schwer verletzt, weil sein Angreifer ihn fälschlich für schwul hielt.
Nationale Krise auf Fidschi

Massiv steigende HIV-Zahlen

Der Staat Fidschi reagiert auf stark steigende HIV-Zahlen mit einem nationalen Notstand und will Tests, Prävention und Behandlung ausweiten.
Suizide in der EU

Männer deutlich häufiger betroffen

Die Suizidrate in der EU sinkt langsam, doch Männer und sexuelle Minderheiten bleiben besonders stark betroffen, insbesondere in Deutschland.
Kritik an Bundesregierung

LSVD+ betont fehlenden Schutz

Der LSVD+ kritisiert fehlende Maßnahmen der Bundesregierung gegen Queerfeindlichkeit und fordert mehr Beteiligung der queeren Zivilgesellschaft.
Demonstrationen für LGBTIQ+

Proteste vor türkischen Botschaften

Proteste heute vor Botschaften: Internationale Organisationen und Regierungsvertreter kritisieren die Einschränkungen gegen LGBTIQ+ in der Türkei.
Brutaler Überfall in Berlin

Junger Schwuler attackiert

Ein 26-jähriger schwuler Mann wurde in Berlin angegriffen und beraubt, nachdem ein Unbekannter nach seiner sexuellen Orientierung gefragt hatte.