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Erste offen transsexuelle Stadtratspräsidentin in den Vereinigten Staaten
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ERSTE TRANSSEXUELLE USA-STADTRÄTIN Andrea Jenkins schreibt Geschichte

ms - 12.01.2022 - 14:59 Uhr
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Andrea Jenkins wurde zur Präsidentin des Stadtrats von Minneapolis gewählt – damit ist sie die erste Transgender-Person, die in den USA ein solches Amt bekleidet. Jenkins wurde einstimmig von ihren Ratskollegen gewählt. Zuvor hatte sie bereits seit 2017 das Amt der Vizepräsidentin inne.

Jenkins´ Wahl ist gleich aus zweifacher Sicht bemerkenswert: Zum einen ist sie die erste transsexuelle Person in einem Führungsgremium einer amerikanischen Großstadt, zum anderen ist sie auch eine der ersten farbigen transsexuellen Menschen, die gewählt worden sind. Gegenüber der Star Tribune sagte die engagierte Transsexuelle: "Wir haben noch eine ganze Menge Arbeit vor uns. Wir repräsentieren eine Vielfalt von Gedanken, Ideen und Lösungen für die dringendsten Probleme unserer Zeit!"

Und in der Tat muss die Stadt seit Jahren schwerwiegende Probleme angehen, darunter immer wieder auch rassistische und homophobe Angriffe sowie die Reform der Polizei selbst nach der Ermordung des schwarzen George Floyd im Mai 2020 durch den Polizeibeamten Derek Chauvin. Natürlich kann eine einzelne Wahl nicht die gesamte, noch immer aufgeheizte Situation in Minneapolis ändern, aber es zeigt, dass in einem Amerika unter Präsident Joe Biden wie angekündigt auch queere Menschen immer mehr Gehör finden

Ähnlich sieht das auch die Präsidentin des LGBTI* Victory Fund und des Victory Institute, Annise Parker: "Während die Großstädte mit noch nie dagewesenen Herausforderungen durch die Pandemie und Vorfälle von Polizeibrutalität konfrontiert sind, führt Andrea ihre Wähler und unser Land mit der ruhigen, aber festen Entschlossenheit, die der Moment erfordert. Das einstimmige Votum ihrer Kollegen ist eine Anerkennung dieser Führungsrolle. Andrea ist eine gewählte Beamtin, die allen dient, sich aber unermüdlich für die am stärksten Ausgegrenzten einsetzt und eine unübertroffene Fähigkeit mitbringt, Empathie über Spaltungen und Gemeinschaften hinweg zu wecken. Minneapolis wird mit ihr als Präsidentin eine bessere Stadt sein und ihre geschichtsträchtige Wahl wird mehr Trans-Personen dazu inspirieren, zu kandidieren und zu führen."

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