Direkt zum Inhalt
Verbot von Geschlechtsveränderungen bei Kindern
Rubrik

Entscheidungsgewalt für Inter* Verbot von Geschlechtsveränderungen bei Kindern

co - 16.01.2020 - 11:43 Uhr

Das Justizministerium will Operationen verbieten, die Geschlechtsmerkmale von Kindern verändern. Im Gesetzesentwurf argumentiert das Ministerium: Neugeborene, die nicht uneindeutigem Geschlecht auf die Welt kommen, würden in Deutschland oft operiert – doch medizinisch sei ein solcher Eingriff nicht notwendig. Er erfolge nur, weil Eltern und beratende Ärzte sozialen Problemen vorbeugen wollen. Aber so früh lasse sich die geschlechtliche Entwicklung eines Menschen gar nicht vorhersagen.

Nach dem Entwurf des Ministeriums sollen nur noch Eingriffe an inneren wie äußeren Geschlechtsmerkmalen von Kindern vorgenommen werden dürfen, wenn deren Gesundheit auf dem Spiel steht. Die Geschlechtsangleichung soll aufgeschoben werden, bis das Kind mit 14 Jahren „die nötige Reife für eine eigene Entscheidung“ habe. Wenn Eltern und Nachwuchs einwilligen und die Entscheidung das Kind nicht gefährdet, soll das Familiengericht anschließend die OP-Genehmigung vergeben.

Laut der Zeit ist unklar, wie viele Neugeborene betroffen sind, da uneindeutige Geschlechter nicht erfasst werden. 2017 schätzte das Bundesverfassungsgericht die Zahl auf eines von 500 Kindern.

Auch Interessant

LGBTI*-Hass auf dem Vormarsch

Sechs Angriffe in nur einer Woche

Diesen Monat wurden in Berlin innerhalb von einer sechs Angriffe auf Trans-Personen verübt. Der erschreckende Trend spiegelt sich im ganzen Land.
LGBTI*-Werbung in Israel

Assi Azar in großer Werbe-Kampagne

Die Versicherung AIG wählte Assi Azar und seinen Ehemann Albert Escola für die kommenden zwei Jahre als Gesicht ihrer Werbekampagne in Israel aus.
LGBTI*-Hass in Polen

Geringe Strafe geplanten Anschlag

Ein polnisches Ehepaar brachte im September drei Sprengsätze zur Pride in Lublin mit. Das Gericht bestrafte sie trotzdem nur mit einem Jahr Haft.
Meinungsmache im EU-Parlament

Viktor Orbáns Aufruf an die EVP

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán forderte die EVP dazu auf, sich mit rechten und nationalen Parteien gegen die Ehe für alle zu stellen.
Zensur in der Schule

Kein Aufsatz über die Ehe für alle

Destiny, die selbst zwei Mütter hat, durfte ihren Aufsatz nicht über die Ehe für alle schreiben. Ihre Lehrerin wollte von dem Thema nichts wissen.
Klage gegen den Schulbezirk

Eltern wollen Trans-Kinder outen

Christliche Eltern wollen ihren Schulbezirk dazu zwingen, Trans-Schüler*innen ihnen gegenüber zu outen, da es sie sonst in ihren Rechten beschneide.
Ärger in der Pizzeria

Homophober Angestellter gefeuert

Das Restaurant Gino’s Pizza im kanadischen Toronto feuerte einen Angestellten. Dieser hatte einen Kunden vor laufender Kamera homophob beleidigt.
Bankrott wegen Drohungen

Kanadisches LGBTI*-Gym macht dicht

Das LGBTI*-Gym Queerflex im kanadischen Edmonton wurde von einer rechtsradikalen Organisation massiv bedroht. Die Besitzer gaben schließlich auf.