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Feministinnen-Beschimpfung: Brigitte Macron entschuldigt sich
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Entgleisung hinter der Bühne? „Dreckige Schlampen“: Brigitte Macron entschuldigt sich

mr - 17.12.2025 - 17:30 Uhr
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Nach einer hitzigen Kontroverse um ihre Wortwahl im Umgang mit feministischen Aktivistinnen hat Frankreichs First Lady Brigitte Macron öffentlich um Entschuldigung gebeten. Auslöser waren Äußerungen, die bei einer privaten Unterhaltung mit dem Schauspieler Ary Abittan gefallen waren. Sie habe, so Macron, bedauert, „wenn ich die weiblichen Opfer verletzt habe“ und betonte, sie denke an die Betroffenen und niemanden sonst. Die Szene hatte sich im kleinen Kreis hinter den Kulissen ereignet, wurde jedoch mitgefilmt und verbreitete sich rasant in sozialen Medien.

 

Entgleisung hinter der Bühne

Macron nahm in dem Gespräch Partei für Abittan, der in der Vergangenheit des sexuellen Übergriffs beschuldigt worden war – die Ermittlungen gegen ihn wurden erst im April 2024 eingestellt. In diesem Kontext bezeichnete Macron eine Gruppe Feministinnen, die einen Auftritt Abittans gestört und ihn einen Vergewaltiger genannt hatten, mit abfälligen Worten. Die Bandbreite der deutschen Übersetzungen reicht von „dreckige Schlampen“ bis zu „Vollidiotinnen“. Die First Lady gab später an, sie habe sich unbeobachtet gefühlt und wollte Abittan beruhigen, auch wenn ihre Wortwahl unglücklich gewesen sei.

 

Persönliche Angriffe und gesellschaftliche Debatten

Die öffentliche Debatte um Brigitte Macron wird schon länger auch von gezielten Angriffen begleitet. Rechtspopulistische Kreise und trans* feindliche Gruppen verbreiten über soziale Medien Gerüchte über ihre Identität als trans* Frau. Brigitte Macron und ihr Umfeld wehren sich juristisch dagegen. Ihre Tochter warnte zuletzt, das anhaltende Cybermobbing habe bereits negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Präsidentengattin gezeigt. Die Dynamik in Frankreich spitzt sich angesichts wachsender Spannungen zwischen feministischen und konservativen Kräften weiter zu, während trans* Personen immer öfter zu Zielscheiben digitaler und politischer Hetzkampagnen werden.

„Ich bin zwar die Ehefrau des Präsidenten der Republik, aber in erster Linie bin ich ich selbst. Und wenn ich privat unterwegs bin, kann ich mich völlig unangemessen gehen lassen,“ so Brigitte Macron im Interview mit Brut (Brut, 18. Dezember 2025).

 

Gesellschaftliche Herausforderungen und Ausblick

Die Affäre um Brigitte Macron steht exemplarisch für die Herausforderungen, mit denen Frauen in hochrangigen öffentlichen Positionen konfrontiert sind. Diskriminierende Sprache, digitale Übergriffe und politische Falschbehauptungen erschweren ein inklusives Klima. Frankreichs Beispiel verdeutlicht, wie schnell sich private Äußerungen im digitalen Zeitalter verselbstständigen und gesellschaftliche Debatten anheizen können.

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