Direkt zum Inhalt

Ehrenmord Schande über die Familie gebracht – schwuler Iraner musste sterben

Von tr - 11.05.2021 - 12:00 Uhr
Halbbruder wurde enthauptet
Foto: © instagram.com/ali.fazelimonfared
ANZEIGE
Loading audio player...

Der Ehrenmord im Iran

Alireza Fazeli-Monfared wurde von seinem eigenen Bruder geköpft. Es habe sich um einen „Ehrenmord“ gehandelt und sollte die Strafe dafür sein, dass er Schande über seine Familie gebracht hatte. Durch die grausame Tat sollte dem Umfeld deutlich gemacht werden, dass der Clan wieder ehrbar ist.

Vom Halbbruder aufgrund der Homosexualität enthauptet

Das Opfer war erst zwanzig Jahre alt und Iraner. Fazeli-Monfared wurde nicht für den Militärdienst zugelassen. Als Grund dafür wurde seine Homosexualität genannt. Das hatte die Familie mitbekommen, darunter auch sein Halbbruder und die Cousins. Sie hatten daraufhin den brutalen Mord begangen. Ein Kumpel des Verstorbenen erklärte, dass das Opfer zuletzt am 4. Mai am frühen Abend mit seiner Mutter telefoniert hatte. Kurz darauf besuchte ihn sein Halbbruder. Der sagte ihm, dass der Vater mit ihm sprechen wolle und lockte ihn so in das Auto. Angeblich fuhren sie in ein Dorf der Umgebung, wo der Mord geschah, berichtete bild.de

Lesbische und schwule Handlungen unter Strafe

Homosexualität ist im Iran ein Tabu. Gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen stehen unter Strafe. Es werden Peitschenhiebe verhängt. Die Anzahl hängt von der genauen Situation ab. Schwule und lesbische Sexualakte können im Extremfall mit dem Tod bestraft werden. Eine LGBTI*-Gemeinschaft gibt es im Iran nicht, da dies illegal wäre. Queere Menschen müssen im Untergrund leben.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Wende im Fall Meiwes

Vorerst keine Entlassung

Armin Meiwes bleibt in Haft. Sein Antrag ist zurückgezogen. Was über die Entscheidung bekannt ist und warum lebenslang nicht nach 15 Jahren endet.
Omas Antwort auf den Hass

„Liebe kennt keine Barrieren“

Nach der Hasswelle gegen Luca und Cristian meldet sich Lucas Oma Loretta zu Wort. Ihr Brief stellt das Glück ihrer Familie an erste Stelle.
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.
Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.