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Donald Trumps Weltsicht
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Donald Trumps Weltsicht Er sei der beliebteste Republikaner der Schwulen, so der US-Präsident

ms - 30.03.2026 - 15:45 Uhr
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Donald Trump hat erneut erklärt, bei homosexuellen Wählern besonders gut abgeschnitten zu haben. In einem Interview mit Fox News sprach er jetzt über den sogenannten „Gay Vote“ und sagte: „Ich habe bei der schwulen Wählerschaft sehr gut abgeschnitten. Ich habe sogar die schwule Nationalhymne als Walk-off gespielt. Und ich denke, das hat mir wahrscheinlich geholfen.“

Liebling der Schwulen?

Weiter erklärte er: „Kein Republikaner hat jemals so viele Stimmen von Schwulen bekommen wie ich, und darauf bin ich sehr stolz. Ich finde das großartig. Vielleicht liegt es daran, dass ich aus New York City komme, ich weiß es nicht.“ Nach Trumps Darstellung handelt es sich bei dieser „Hymne“ um den Song „YMCA“ der Village People. Der Titel wird häufig mit der Gay-Community in Verbindung gebracht, unter anderem wegen seiner Texte über Gemeinschaft und Freizeitmöglichkeiten für junge Männer. Ursprünglich wurde die Gruppe auch mit Blick auf ein schwules Publikum konzipiert, erreichte später jedoch ein breites Mainstream-Publikum.

Der Songwriter Victor Willis, selbst Mitglied der Village People, widerspricht jedoch inzwischen der Einordnung als „schwule Nationalhymne“. Er betonte wiederholt, dass dies nie seine Absicht gewesen sei und erneuerte diese Haltung 2024. Damals erklärte Willis zudem, falsche Interpretationen hätten dem Lied geschadet, und sagte: „Meine Frau wird jede Nachrichtenorganisation verklagen, die fälschlicherweise behauptet, dass YMCA eine schwule Hymne sei.“ Zugleich stellte er klar: „Es macht mir nichts aus, dass Schwule YMCA als ihre Hymne ansehen.“ Die Frage, ob „YMCA“ also tatsächlich als „schwule Nationalhymne“ gelten kann, bleibt damit umstritten.

Charts und Fakten 

Fakt ist allerdings zum einen, dass der Song durch die Verwendung von Trump im Wahlkampf 2024 erneut an die Spitze der amerikanischen Billboard-Charts kletterte – ein unerwarteter Erfolg, sicherlich auch für die Village People. Ebenso der Wahrheit entspricht allerdings zum anderen auch die Tatsache, dass bei der Wahl selbst nur noch 12 Prozent der LGBTIQ+-Wähler ihr Kreuz bei Donald Trump machten – vier Jahre zuvor hatten ihn noch 28 Prozent der Homosexuellen und queeren Menschen unterstützt. Die überwältigende Community-Mehrheit von 86 Prozent gab ihre Stimme 2024 der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris.

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