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Debatte um Social Media Verbot

Debatte um Social Media Verbot Deutschlands Suchtbeauftragter Streeck spricht sich für eine Social Media Nutzung erst ab 16 Jahren aus und betont die Gefahr von Suchtverhalten

ms - 24.07.2025 - 12:00 Uhr
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Die Debatte um ein mögliches Social-Media-Verbot für Jugendliche nimmt in Deutschland weiter an Fahrt auf – queere Vereine befürchten gefährliche Einschränkungen für LGBTIQ+-Jugendliche und eine Minimierung von Informationsmöglichkeiten und Kommunikation mit Gleichgesinnten.

Alterssperre für unter 16-Jährige

Nach dem Vorbild von Australien haben sich trotzdem inzwischen mehrere SPD- und Unionspolitiker für solche Regelungen ausgesprochen, nun schaltete sich auch der Bundessuchtbeauftragte und CDU-Politiker Hendrik Streeck in die Debatte ein und plädierte für eine strengere Regulierung bei der Nutzung von sozialen Medien. Der Konsum von Social Media sei in der jungen Generation während der Corona-Pandemie stark angestiegen und bis heute nicht mehr gesunken. 

Streeck sprach sich gegenüber dem Deutschlandfunk für die Einführung von Altersverifikationen und der Nutzung von sozialen Netzwerken erst ab 16 Jahren aus. Man müsse der derzeitigen Entwicklung entgegensteuern. Dabei betonte der schwule Virologe auch, dass Mediensucht ein biologischer Prozess sei und zu weiteren Süchten wie Kaufsucht, Pornosucht oder Glücksspielsucht führen könne. 

Neue Diskriminierung für queere Jugendliche

Queere Vereine sehen ähnlich wie im letzten Jahr in Australien auch in Deutschland ein Verbot von sozialen Medien für Minderjährige skeptisch, wie Nick Hampel, Projektleiter des digitalen Jugendzentrums lambda space gegenüber SCHWULISSIMO betonte: „Ein Verbot von Social Media würde für viele queere junge Menschen Isolation und Einsamkeit bedeuten. Denn: Der digitale Raum ist inzwischen einer der wichtigsten Orte für queere Jugendliche, um sich zu vernetzen, auszutauschen und Freund*innen zu finden. Das liegt vor allem daran, dass es immer noch viel zu wenig Angebote im analogen Raum gibt.“

Dazu komme, dass ein Verbot an der gelebten Realität vorbeiführe, so Hampel weiter: „Ein Verbot sozialer Medien kann nicht verhindern, dass queere Jugendliche Wege finden, sich online zu vernetzen. Aber es sorgt dafür, dass diejenigen, die weniger technikaffin sind, außen vor bleiben. Es schafft also neue Hürden, neue Ausgrenzung. Das darf in einer ohnehin diskriminierungserfahrenen Gruppe wie queeren Jugendlichen einfach nicht passieren.“

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