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Brutale Attacke in München
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Brutale Attacke in München Täter schlug mit Bierfalsche auf Schwulen in der Bahn ein

ms - 24.02.2026 - 09:00 Uhr
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Ein 23-jähriger Mann wurde Ende Januar in einer Münchener Straßenbahn Opfer eines brutalen homophoben Übergriffs. Der Vorfall ereignete sich auf der Fahrt in Richtung Karlsplatz (Stachus), wie jetzt publik wurde. Die Polizei geht von einem homophoben Motiv aus.

Angriff mit Bierflasche

Der junge Schwule war mit einem Begleiter unterwegs und hielt während der Fahrt dessen Hand. Nachdem dieser an einer Haltestelle ausstieg, blieb der 23-Jährige alleine in der Tram zurück. Kurze Zeit später trat ein unbekannter Mann an ihn heran. Nach Angaben der Ermittler spuckte der Angreifer zunächst in Richtung des Opfers, überschüttete ihn anschließend mit Bier und warf schlussendlich die Flasche nach ihm, um ihn zu verletzen. Danach schlug der unbekannte Täter mehrmals auf den jungen Homosexuellen ein, der 23-Jährige wurde an Brust und Bauch verletzt, schaffte es aber glücklicherweise noch, selbstständig die Straßenbahn zu verlassen. Der Angreifer stieg ebenfalls aus und flüchtete. 

Homophobe Hass-Attacken

Die Polizei hat noch keine genaueren Informationen zur Person des Täters veröffentlicht und fahndet momentan nach dem unbekannten Mann, dabei werden auch Videoaufzeichnungen aus der Straßenbahn untersucht. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Übergriff in direktem Zusammenhang mit dem offen gezeigten homosexuellen Verhalten des 23-Jährigen steht.

Die Angriffe auf Homosexuelle in Bayern befinden sich seit Jahren auf einem Allzeithoch, wobei nach Angaben des Innenministeriums der allergrößte Teil der Übergriffe nicht angezeigt werden. Auch die EU-Grundwerteagentur geht davon aus, dass 90 Prozent der Fälle nicht dokumentiert werden. Die LGBTIQ+-Fachstelle "Strong!" in München verzeichnete für 2024 einen Anstieg der gemeldeten Fälle um 26 Prozent. Das Dunkelfeld mit einbezogen, kam es im Freistaat so zuletzt binnen eines Jahres zu mehr als 1.700 Attacken auf Schwule und Lesben. 

Besonders bedenklich dabei: Nur die Hälfte der angezeigten Fälle bei Taten gegen die sexuelle Orientierung werden überhaupt aufgeklärt. Innenminister Joachim Herrmann betonte trotzdem: „Hasskriminalität ist ein Angriff auf unsere Werte und unsere Gemeinschaft. Wir dulden keinen Raum für Intoleranz und gehen mit aller Entschlossenheit gegen jede Form von Hass und Hetze vor!“ Bayern ist bis heute das einzige Bundesland in Deutschland, dass trotz Ankündigung vor gut drei Jahren nach wie vor keinen konkreten Aktionsplan gegen LGBTIQ+-Feindlichkeit hat. 

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