Direkt zum Inhalt

Black Lives Matter LGBTI*-feindlicher Demonstrant in New York

Von co - 23.09.2021 - 12:00 Uhr
LGBTI*-feindlicher Demonstrant in New York
Foto: © LightFieldStudios
ANZEIGE
Loading audio player...

Vor Carmine’s Italian Restaurant in Manhattan schrie ein Black-Lives-Matter-Demonstrant einem Guardian Angel schwulenfeindliche Beschimpfungen entgegen. Grund des Protests waren drei schwarze Touristinnen aus Texas, die zuvor wegen fehlender Impf-Nachweise einen Streit mit der Kellnerin anzettelten und sie dem Restaurant-Betreiber zufolge „ohne Provokation brutal attackiert“ hatten. Die drei Frauen wurden festgenommen, behaupteten allerdings, die Kellnerin sei rassistisch gewesen.

LGBTI*-feindliche Bemerkungen

Die Guardian Angels schützen seit 1979 ihre Gemeinschaften in New York City mit freiwilligen Patrouillen vor Straftaten. Die Patrouillen-Leiter werden zuvor „umfassend in der Verteidigung ihrer Selbst und von anderen trainiert“. Der Mann im Video war laut 77WABC News Patrouillen-Führer Joshua Penner. „Oh, das ist sehr offen von dir. Magst du Schwule?“, so Penner zu dem Demonstranten, der ihm zuvor geraten hatte: „Lutsch Schwänze!“ Der Demonstrant behauptete, Homosexuelle zu lieben – nutzte aber weiterhin LGBTI*-feindliche Bemerkungen. „Nein, ich werde nicht abhauen. Ich lebe hier“, entgegnete Penner anderen Demonstrierenden gelassen.

„Sie suchen immer Streit“

Guardian-Angels-Gründer Curtis Sliwa ist Bürgermeister-Kandidat der Republikaner für New York. Er lobte Penner: „Er hat eine Menge Beschimpfungen und körperliche Bedrohungen ausgehalten. […] Sie waren da, um Schwierigkeiten zu machen. Das ist alles, was sie jemals tun […].“ Sliwa ist stolz darauf, dass Penner sich nicht provozieren und in die Falle locken ließ.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Alfie Watts übers Coming-Out

Familie reagierte mit Ablehnung

„Race Across the World“-Gewinner Alfie Watts spricht über die Ablehnung seiner Familie nach seinem bisexuellen Coming-Out und besondere Unterstützung.
Antidepressiva machen schwul

Neue Theorien aus Russland

Russlands Duma-Abgeordneter Vitali Milonow behauptet, Antidepressiva könnten Homosexualität auslösen, und fordert strengere Verschreibungsregeln.
STI-Welle in Italien

Sehr starker Anstieg bei Männern

In Italien steigen die Meldungen sexuell übertragbarer Infektionen deutlich. Besonders betroffen sind Männer, die Sex mit Männern haben.
Streit um UN-Menschenrechtsrat

Ausschluss von Anti-LGBTIQ+-Länder?

Fünf Staaten, die Homosexualität bestrafen, wurden jetzt in den UN-Menschenrechtsrat gewählt. Die African Human Rights Coalition übt scharfe Kritik.
Sportstreit in Nebraska

Trans* Verbot vor Abstimmung

Das Oberste Gericht Nebraskas lässt eine Abstimmung über ein Verfassungsverbot für trans* Sportlerinnen im Mädchen- und Frauensport zu.
Trauer um Coos Huijsen

Vorreiter der Community ist tot

Der Niederländer Coos Huijsen bekannte sich 1976 als erster Parlamentarier weltweit öffentlich zu seiner Homosexualität. Nun ist er gestorben.
Ted Cruz sorgt für Empörung

„Transgender-Hexen“ als Feindbild

US-Senator Ted Cruz macht mit einer Äußerung über „linke Transgender-Hexen“ Schlagzeilen. Hintergrund ist der Kampf um die Mehrheit im Kongress.
Asylbetrug in Ceuta?

70 Prozent nennen Homosexualität

Asylbetrug in Ceuta? Rund 70 Prozent der marokkanischen Migranten vor Ort berufen sich bei Asylanträgen auf ihre vermeintliche Homosexualität.
Wende im Fall Meiwes

Vorerst keine Entlassung

Armin Meiwes bleibt in Haft. Sein Antrag ist zurückgezogen. Was über die Entscheidung bekannt ist und warum lebenslang nicht nach 15 Jahren endet.