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Bewegende Aids-Austellung In London wird die Community während der Aids-Krise sichtbar

Von ms - 23.04.2026 - 14:30 Uhr
Bewegende Aids-Austellung
Foto: ACT UP World AIDS / Gordon Rainsford
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Ein besonderes Gedenken an die Aids-Krise ist derzeit Gesprächsstoff in Großbritannien: Die Wellcome Collection in London hat eine neue Ausstellung eröffnet, die die Aids-Epidemie der 1980er- und 1990er-Jahre in den Mittelpunkt stellt. Unter dem Titel „Tenderness and Rage“ („Zärtlichkeit und Wut“) zeigt die Schau Fotografien, Filme, Archivmaterialien und persönliche Geschichten und führt die Besucher von der britischen Epidemie zu zeitgenössischen Erfahrungen mit HIV.

Das Wichtigste im Überblick

  • Londoner Wellcome Collection eröffnet Ausstellung „Tenderness and Rage“ zur AIDS-Epidemie der 1980er- und 1990er-Jahre.
  • Ausstellung vom 29. Mai 2026 bis 30. Mai 2027 kostenlos zugänglich.
  • Fokus auf Aktivismus, Pflege und persönliche Geschichten von Menschen mit HIV.
  • Arbeiten von ACT UP London, Gideon Mendel und „Through Positive Eyes“ zeigen globale Perspektiven.
  • Initiative beleuchtet oft übersehene Erfahrungen, insbesondere von Frauen.

Menschen eine Stimme geben

Ein besonderes Gedenken an die Aids-Krise ist derzeit Gesprächsstoff in Großbritannien: Die Wellcome Collection in London hat eine neue Ausstellung eröffnet, die die Aids-Epidemie der 1980er- und 1990er-Jahre in den Mittelpunkt stellt. Unter dem Titel „Tenderness and Rage“ („Zärtlichkeit und Wut“) zeigt die Schau Fotografien, Filme, Archivmaterialien und persönliche Geschichten und führt die Besucher von der britischen Epidemie zu zeitgenössischen Erfahrungen mit HIV.

Die Ausstellung ist vom 29. Mai 2026 bis zum 30. Mai 2027 kostenlos zugänglich. Sie würdigt den Einsatz von Aktivisten und ehrenamtlichen Organisationen, die sich für die Würde, Rechte und die Gesundheitsversorgung von Menschen mit HIV engagierten. Kurator Adam Rose erklärte: „Wellcome Collection zielt darauf ab, gesundheitlichen Erfahrungen, die übersehen wurden, eine Stimme zu geben. Indem sie weniger bekannte Geschichten von Menschen mit Aids oder HIV auftauchen, unterstreichen die Stimmen, die in ´Zärtlichkeit und Wut´ präsentiert werden, die entscheidende Rolle von Aktivismus und Intimität, indem sie unangenehme Fragen an die Machthaber stellen und sich für Würde, Rechte und Gesundheitsversorgung einsetzen.“

Kampf für mehr ein besseres Leben

Ein Schwerpunkt liegt auf der Aktivistengruppe ACT UP London, deren Proteste zwischen 1989 und 1993 von Gordon Rainsford fotografisch dokumentiert wurden. Die Gruppe kämpfte gegen die Stigmatisierung von HIV und für besseren Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten. Darüber hinaus zeigt die Serie „The Ward“ des Fotografen Gideon Mendel Patienten auf Aids-Stationen des Middlesex Hospital und beleuchtet die harten Lebensbedingungen junger schwuler Männer vor der Verfügbarkeit wirksamer Behandlungen.

Die Ausstellung beinhaltet auch Arbeiten von „Through Positive Eyes“, einem kollaborativen Online-Foto-Storytelling-Projekt, das Menschen mit HIV die Möglichkeit gibt, ihre Geschichten zu erzählen. Das Projekt erstreckt sich über mehrere Kontinente und betont besonders die Erfahrungen von Frauen, einschließlich solcher mit Migrationshintergrund. Weitere Initiativen wie Catwalk4Power und das 4M Network of Mentor Mothers Living with HIV zeigen, wie Aktivismus und Solidarität gegen die Stigmatisierung von HIV wirken. Die Ausstellung verdeutlicht die historischen und globalen Auswirkungen der Pandemie und hebt die Bedeutung von Aktivismus, Pflege und gesellschaftlicher Aufmerksamkeit hervor.

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