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Prozess gegen US-Pastor
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Prozess gegen US-Pastor Bekannter LGBTIQ+-Kritiker wegen Kindesmissbrauch angeklagt

ms - 23.04.2026 - 12:30 Uhr
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Der in den USA bekannte Pastor Silas H. Shelton aus Wilmington im US-Bundesstaat Ohio hat sich vor Gericht schuldig bekannt wegen unerlaubter sexueller Handlungen mit einer Minderjährigen dritten Grades in drei Fällen. Shelton, der in der Vergangenheit öffentlich gegen LGBTIQ+-Sichtbarkeit in Schulen protestiert und dadurch landesweit an Bekanntheit gewonnen hatte, muss nun mit einer Haftstrafe von drei bis 15 Jahren rechnen. Zudem ist er verpflichtet, sich 25 Jahre lang regelmäßig als Sexualstraftäter der Kategorie II an seinem Wohnort registrieren zu lassen.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Pastor Silas H. Shelton aus Wilmington, Ohio, gesteht sexuelle Übergriffe an einem minderjährigen Gemeindemitglied. 
  • Shelton soll das Opfer zwischen 2019 und Oktober 2025 missbraucht haben. 
  • Ihm drohen drei bis 15 Jahre Haft und eine 25-jährige Registrierung als Sexualstraftäter der Kategorie II. 
  • Shelton war zuvor landesweit bekannt geworden mit seinen öffentlichen Kampagnen gegen LGBTIQ+-Inhalte in Schulen. 

Pastor stimmt für Vergleich

Die Vorwürfe betreffen Missbrauchshandlungen, die 2019 begannen und ein anfangs 14-jähriges Mädchen aus seiner Gemeinde an der Blanchester Community Church betrafen. Die Taten sollen sich bis kurz vor seiner Verhaftung im Oktober 2025 erstreckt haben. Shelton akzeptierte den Vergleich in dieser Woche, noch vor Beginn seines ursprünglich geplanten fünftägigen Prozesses. Die Staatsanwaltschaft erklärte, Shelton habe seine Position innerhalb der Kirche ausgenutzt, um das Opfer zu manipulieren und vorzubereiten. Laut Anklageschrift fanden die Übergriffe über mehrere Jahre an verschiedenen Orten statt. Schwerwiegendere Anklagen wie Vergewaltigung und sexuelle Körperverletzung wurden im Rahmen des Vergleichs fallengelassen, wie das Wilmington News Journal berichtete.

Anheizer im Kulturkampf

Vor seiner Festnahme hatte Shelton wiederholt öffentlich gegen LGBTIQ+-Inhalte in Schulen demonstriert, insbesondere während Schulvorstandssitzungen des Bezirks, den seine zwölfjährige Tochter besuchte. Shelton bezeichnete das Zeigen von Pride-Flaggen als „ekelhaft“ und setzte sich für die Entfernung des Buches „Heartstopper“ ein, das seine Tochter während einer Schulbuchmesse gesehen hatte. Dies äußerte er bei einer Schulvorstandssitzung im August 2023. Videos mit seinen Forderungen, LGBTIQ+ von amerikanischen Schulen zu verbannen, sorgten landesweit für Gesprächsstoff und befeuerten den US-Kulturkampf gegen die Community. 

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