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Trumps spirituelle Beraterin

Trumps spirituelle Beraterin Ein Nein zu Trump ist wie ein Nein zu Gott

ms - 23.04.2026 - 14:00 Uhr
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Die spirituelle Beraterin von Präsident Donald Trump, Paula White-Cain, hat bei einer Buchsignierung jetzt erklärt, dass ein Nein zu Trump gleichbedeutend mit einem Nein zu Gott sei. White-Cain, die in Florida ansässig ist und als „Televangelistin“ tätig ist, berichtete, dass Trump sie vor seiner Amtseinführung 2016 gebeten habe, dem evangelikalen Beirat beizutreten. „Er hat eine starke Persönlichkeit, das will ich nicht abstreiten. Fang keinen Streit mit ihm an“, zitiert sie den Präsidenten.

Das Wichtigste im Überblick

  • Paula White-Cain, spirituelle Beraterin von Donald Trump, sieht ein Nein zu ihm als Nein zu Gott. 
  • White-Cain trat 2016 dem evangelikalen Beirat Trumps bei und wurde zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit Beraterin im „White House Faith Office“. 
  • Ihre Stiftung verkauft Engelzuweisungen, Kristallkreuze mit Segnungen und Wundermittel gegen Krankheiten. 
  • White-Cain verglich Trump bei einer Osterveranstaltung im Weißen Haus mit Jesus. 
  • Sie warnt vor göttlichen Konsequenzen für Gegner Trumps und bezeichnet das Weiße Haus als „heiligen Boden“. 

Kein Widerspruch gegen Trump 

Auf die Frage, warum Evangelikale für Trump stimmen sollten, antwortete White-Cain: „Gott hat mir gesagt, dem Beirat beizutreten.“ Sie erklärte weiter: „Denn eines habe ich gesagt: ‚Ich werde nie Politik machen.‘ Aber letztlich ging es nicht darum, Politik zu machen. Es ging um eine Aufgabe. Nein zum Präsidenten Trump zu sagen, wäre ein Nein zu Gott. Und das werde ich nicht tun.“

Zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit wurde White-Cain offiziell als „Sonderbeauftragte und Senior Advisor“ im „White House Faith Office“ ernannt. Ihre Stiftung, Paula White Ministries, bewirbt unter anderem die Zuweisung eines Engels für Anhänger, die 1.000 US-Dollar spenden. Der Engel solle „ein langes Leben schenken“ und „ein Feind für deine Feinde sein“. Zudem umfasst das Paket ein Kristallkreuz, das angeblich „sieben übernatürliche Segnungen freisetzt“. Die Stiftung verkaufte zudem angebliche Heilmittel für Krankheiten, ein Vorgehen, das vor dem Hintergrund von Kürzungen der Bundesmittel für Impfungen während der Trump-Administration besonders kritisch gesehen wird.

Trump ist wie Jesus 

Bei einer Osterveranstaltung im Weißen Haus verglich White-Cain schlussendlich Trump mit Jesus, was zu Spott im Internet führte. Das Video wurde später von der offiziellen Seite entfernt. White-Cain betont, dass sie von Gott persönlich beauftragt sei, Trumps spirituelle Beraterin zu sein. Gegner Trumps würden „gegen die Hand Gottes kämpfen“. Sie selbst habe das Weiße Haus durch „das überlegene Blut Jesu“ zu „heiligem Boden“ geweiht. Am Tag vor Halloween 2019 bete sie zusammen mit anderen christlichen Rechtsextremen für Trumps Schutz vor den „Bösen“, einschließlich der „Dämonen“, die seine Ernennungen am Obersten Gerichtshof fürchteten.

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