Direkt zum Inhalt
Bahn frei für die Schweizer Ehe für alle // © govicinity
ANZEIGE

Bahn frei für Schweizer "Ehe für alle" Ab Juli können auch die homosexuellen Schweizer „Ja!“ sagen

ms - 31.03.2022 - 16:30 Uhr
Loading audio player...

Der Schweizer Bundesrat hat diese Woche nun die letzten Schritte unternommen, damit pünktlich zum 1. Juli die gleichgeschlechtliche Ehe in der Schweiz in Kraft treten kann. Dazu mussten noch drei Verordnungen angepasst und neu verabschiedet werden. Konkret geht es dabei um Änderungen des Schweizerischen Zivilgesetzbuches sowie zwei weiterer Anpassungen in der Zivilstandsverordnung und dem Zivilstandswesen. Mit diesen gesetzlichen Änderungen ist es den Standesämtern nun möglich, auch rechtlich abgesichert gleichgeschlechtliche Eheschließungen zu vollziehen. Nun heißt es also bald: Bahn frei für die Ehe für alle!

Die Schweiz hatte sich dabei mit der gleichgeschlechtlichen Ehe durchaus schwergetan – nachdem das Parlament und der Bundesrat bereits eine Gesetzesänderung unterstützt hatten, liefen konservative Hardliner Sturm und erzwangen einen Volksentscheid. Ziel war es, die Ehe exklusiv nur zwischen Mann und Frau rechtlich festzuschreiben – dazu veröffentlichten Gegner der gleichgeschlechtlichen Ehe auch Fotos von weinenden Kindern aus Regenbogenfamilien. Die Schmutzkampagne blieb glücklicherweise erfolglos, rund 64 Prozent der Schweizer stimmten trotzdem für die „Ehe für alle“.

Mit im Paket ist künftig auch geregelt, dass homosexuelle Paare gemeinsam Kinder adoptieren können und sich ein lesbisches Paar auch künstlich befruchten lassen darf. Die Ehefrau der Mutter des Kindes wird in diesem Fall zudem automatisch auch rechtlich zur zweiten Mutter – eine Entwicklung, die die Ampel-Koalition in Deutschland mit der Änderung des Adoptionsrechts auch zeitnah in den nächsten zwei Jahren umsetzen will.

Die bisherige Eingetragene Partnerschaft in der Schweiz wird dagegen komplett gestrichen. Homosexuelle Paare, die dies bereits in Anspruch genommen haben, dürfen aber weiterhin unter dem Passus zusammenleben oder die Partnerschaft auch gerne in eine Ehe umwandeln lassen.    

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Baseball trifft Heated Rivalry

Schwuler Kuss sorgt für Jubel

Ein schwuler Kuss, inspiriert von „Heated Rivalry“, sorgte bei einem Baseballspiel in Portland für viel Aufmerksamkeit und wurde zum viralen Hit.
Ehrung von Tom of Finland

Bear Week feiert Kult-Zeichner

Sniffies und die Tom of Finland Foundation ehrten mit einer besonderen Aktion bei der Bear Week in den USA den finnischen Kult-Zechner.
Neue Kritik an US-Politik

Tristesse und keine trans* Rechte

Ein neuer US-Bericht kritisiert mehrere konservativ regierte US-Bundesstaaten wegen niedriger Lebensqualität und Anti-Trans-Gesetzen.
Sex mit Fäkalien

Mordversuch in Miami

In Florida hat ein Mann seinen Sex-Partner nach einem Streit angegriffen und mit einer Waffe bedroht haben, weil dieser keinen Sex mit Fäkalien wollte
Angriff auf queere US-Kinder

Schutz für LGBTIQ+-Kinder fällt weg

Die US-Regierung hebt Schutzregeln für LGBTIQ+-Kinder in Pflegefamilien auf. Kritiker warnen vor gravierenden Folgen für Betroffene.
Suche nach ESC-Hoffnung

SWR startet Auswahlprozess

Der SWR hat die Bewerbungsphase für den deutschen ESC-Beitrag 2027 eröffnet und setzt erneut auf einen TV-Vorentscheid.
Stefan Evers warnt vor Hass

Angriffe auf queere Menschen

CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers sieht weiter große Defizite beim Schutz queerer Menschen in Berlin und fordert ein entschiedeneres Vorgehen.
Bremen verschärft Strafen

Einsatz gegen Homo-Heilungen

Bremen bündelt Bußgeldverfahren gegen Konversionsbehandlungen künftig bei der Gesundheitsbehörde und ruft Betroffene zur Meldung auf.
Eklat in Sydney

Proteste gegen LGBTIQ+-Events

Nach Protesten gegen LGBTIQ+-Veranstaltungen droht einer neuen Kulturstätte in einer ehemaligen Kirche in Sydney jetzt die Räumung.