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US-Justizbehörde hält Beweismittel im Fall Renee Good zurück
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Autopsiebericht liegt vor US-Justizbehörde hält Beweismittel im Fall Renee Good zurück

mr - 23.01.2026 - 14:30 Uhr
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Die US-Justizbehörde hält Beweismittel im Fall Renee Good zurück.

 

Autopsiebericht bestätigt umstrittenen Polizeieinsatz

Im Fall der am 7. Januar 2026 in Minneapolis getöteten trans* Frau und dreifachen Mutter Renee Nicole Good verschärft sich der Streit um die Aufarbeitung des tödlichen Einsatzes. Die Familie Good veröffentlichte jetzt die Ergebnisse einer von ihr beauftragten unabhängigen Autopsie. Wie bereits die ersten Berichte der Nothelferinnen und Nothelfer zeigt die Untersuchung drei Schussverletzungen: ein Schuss durch den linken Unterarm, einer durch die rechte Brust und einer im Kopfbereich. Laut Videoaufnahmen und Zeuginnen- und Zeugenaussagen hatte Good versucht, das Einsatzgebiet mit ihrem Wagen zu verlassen, als der ICE-Beamte Jonathan Ross, 43 Jahre, aus nächster Nähe das Feuer eröffnete. Die Aufnahmen zeigen, dass Ross nicht im Fahrweg des Wagens stand und nach den Schüssen mit beleidigenden Worten reagierte.

 

Behördliche Blockade erschwert Aufklärung

Zentraler Punkt der aktuellen Entwicklungen ist, dass das von Good gesteuerte und nun als Beweismittel relevante Fahrzeug weiterhin im Gewahrsam des US-Justizministeriums verbleibt. Anwältinnen und Anwälte der Familie beklagen, dass ihnen trotz mehrfacher Fristsetzungen der Zugang zu zentralen Beweismitteln verweigert wird. Bereits in der Woche nach dem Vorfall wurde das Ministerium formell dazu aufgefordert, das Fahrzeug sicherzustellen und eine spätere Begutachtung zu gewährleisten. „Wir haben einen Brief zur Beweissicherung übergeben, aber eine Antwort steht weiter aus“, heißt es von Familienanwalt Antonio M. Romanucci.

Während Angehörige und Unterstützende des Opfers in Minneapolis und New York auf die Straße gehen, resignieren inzwischen auch sechs Mitarbeitende der Staatsanwaltschaft aus Protest gegen die Ermittlungsführung. Bemerkenswert: Nicht der Todesschütze Ross wird zur Verantwortung gezogen, sondern vielmehr Goods Witwe Becca steht nun im Fokus der Behörden wegen mutmaßlichen Widerstands.

Der Fall sorgt in den USA bundesweit für Aufmerksamkeit und reiht sich ein in eine wachsende Zahl tödlicher Auseinandersetzungen mit US-Bundesbehörden, die regelmäßig Proteste auslösen. Insbesondere die LGBTIQ+-Community fordert Aufklärung, Transparenz und einen grundlegenden Wandel im Umgang mit tödlicher Polizeigewalt. Laut zivilgesellschaftlichen Gruppen steht die Glaubwürdigkeit unabhängiger Ermittlungen durch das Department of Justice in Frage, da wesentliche Sachbeweise weiterhin nicht frei zugänglich sind.

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