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Hilfe für Flüchtlinge
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Hilfe für queere Flüchtlinge Bundesweite Initiative für mehr Integration und Teilhabe

ms - 17.06.2026 - 12:30 Uhr
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Der LSVD+ – Verband Queere Vielfalt hat ein neues bundesweites Projekt zur Unterstützung queerer Flüchtlinge und Zuwanderer ins Leben gerufen. Unter dem Titel „Flucht und Queer – Ankommen in Deutschland“ sollen nachhaltige Strukturen geschaffen werden, um die Integration, den Schutz und die gesellschaftliche Teilhabe von LGBTIQ+-Flüchtlingen sowie Menschen mit Migrationshintergrund zu stärken.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der LSVD+ hat das bundesweite Projekt „Flucht und Queer – Ankommen in Deutschland“ gestartet.
  • Ziel ist die Förderung von Integration, Schutz und gesellschaftlicher Teilhabe von LGBTIQ+-Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund.
  • Geplant sind bundesweite Schulungen und Qualifizierungsangebote für Fachkräfte, Unternehmen, Behörden und Ehrenamtliche.
  • Ein Schwerpunkt liegt auf der Arbeitsmarktintegration und der Schaffung diskriminierungsfreier Arbeitsumfelder.

Besondere Herausforderungen 

Der Verband verweist darauf, dass viele queere Flüchtlinge auch nach ihrer Ankunft in Deutschland weiterhin mit Diskriminierung, Unsicherheiten im Asylverfahren und erheblichen Belastungen im Alltag konfrontiert seien. Hinzu kämen Hürden beim Zugang zu Arbeit, Bildung, Wohnraum und Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig fehle es in vielen Institutionen und Unterstützungsangeboten an ausreichendem Wissen über die besonderen Herausforderungen dieser Zielgruppe.

Patrick Dörr aus dem Bundesvorstand des LSVD+ beschreibt die Zielsetzung des Projekts so: „Wer vor Verfolgung aufgrund von Queerness fliehen musste, kommt in Deutschland nicht automatisch in Sicherheit an. Mit ‚Flucht und Queer' schaffen wir die Strukturen und Kompetenzen, die queere Geflüchtete für eine erfolgreiche Integration, Teilhabe und Schutz brauchen. Zusätzlich klären wir die Gesellschaft auf, um queere Geflüchtete wirklich willkommen zu heißen. Das ist der Anspruch von ‚Flucht und Queer'.“ Nach Angaben des Verbands verfolgt das Projekt einen bundesweiten Ansatz, der individuelle Unterstützung, Empowerment und strukturelle Veränderungen miteinander verbindet. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch digitale Angebote.

Praxisnahe Informationen 

Im Mittelpunkt stehen kostenfreie Schulungen und Qualifizierungsprogramme. Diese richten sich unter anderem an Fachkräfte, Beratungsstellen, Ehrenamtliche, Jobcenter, Unternehmen, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, Verwaltungen sowie Bildungseinrichtungen. Vermittelt werden Kenntnisse zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, zu Fluchtursachen von LGBTIQ+-Flüchtlingen und zu Formen von Mehrfachdiskriminierung. Darüber hinaus sollen praxisnahe Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, um die gesellschaftliche Teilhabe und Integration queerer Flüchtlinge, Zuwanderer und Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. 

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Arbeitsmarkt. Unternehmen und Arbeitgeber sollen dabei unterstützt werden, diskriminierungsfreie Arbeitsbedingungen zu schaffen, Vielfalt gezielt zu fördern und internationale Fachkräfte langfristig zu gewinnen und zu halten. Bereits im Mai startete das Projekt intern, die Auftaktveranstaltung für die bundesweite Schulungsreihe ist dann am kommenden Samstag in Köln. Mit dem Projekt reagiert der Verband nach eigenen Angaben auf die besonderen Herausforderungen, mit denen viele queere Flüchtlinge und Zuwanderer in Deutschland weiterhin konfrontiert sind. Durch die Verbindung von Aufklärung, Qualifizierung und konkreter Unterstützung soll ihre gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig gestärkt werden.

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