Direkt zum Inhalt
Auszeichnung für Justus Frantz
ANZEIGE

Auszeichnung für Justus Frantz Freundschaftsorden aus der Hand von Kremlchef Putin

ms - 05.11.2025 - 11:00 Uhr
Loading audio player...

Russlands Präsident Wladimir Putin (73) ehrte am gestrigen russischen Nationalfeiertag, dem Tag der Einheit des Volkes, den deutschen Star-Dirigenten Justus Frantz (81) aus Hamburg. Bei der Ordensverleihung im Kreml wurde dem bisexuellen Pianisten der Freundschaftsorden direkt von Putin verliehen. 

Persönliche Ehrung von Putin

Der Kremlchef betonte in seiner Rede: „Justus Frantz leistet seit vielen Jahren einen fruchtbaren Beitrag zur Annäherung und gegenseitigen Bereicherung der Kulturen Russlands und der Bundesrepublik Deutschland.“ Der 81-Jährige war trotz westlicher Sanktionen persönlich zur Ehrung nach Moskau angereist. Bereits in der Vergangenheit war der Musiker mehrfach wegen seinen anhaltenden Kontakten nach Russland kritisiert worden – unter anderem auch für seine Verteidigung der russischen Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim im Jahr 2014. 

Outing in hohem Alter 

Frantz gilt als einer der bedeutendsten Dirigenten in Deutschland, stilprägend in der Klassik,  geboren 1944 im heutigen Polen. Seit den 1960er Jahren feierte er international große Erfolge als Pianist und Dirigent, gründete unter anderem das renommierte Schleswig-Holstein Musik Festival und wurde mit der ZDF-Sendung „Achtung! Klassik“ in den 1990er zum Liebling der TV-Nation. 

In seiner Biografie outete er sich als bisexuell und erzählte darin über seine Beziehungen zu Männern. Parallel dazu berichtete er im letzten Jahr gegenüber dem Bunte-Magazin über seine Beziehung zu seinem 27-jährigen Manager Sebastian Kunzler. „Ich habe mich entschieden, transparent über dieses Thema zu sprechen. Unsere Liebe ist einfach spontan passiert.“ Nach der Diagnose Gehirntumor kündete er Ende letzten Jahres seine Abschiedstournee an. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Ehekrisen wegen Heated Rivalry

Schwule Romanze bewegt Frauen

Die Serie „Heated Rivalry“ bringt viele heterosexuelle Zuschauerinnen dazu, ihre eigenen Beziehungen zu hinterfragen, so eine neue Studie.
Schwule beim Weltuntergang

Beziehungskrise und Horror-Show

Im neuen Film „Scorch Marks“ trifft eine toxische schwule Beziehung auf Weltuntergangshorror – mit Chris Salvatore als geisterhaftem Ex.
Todesdrohungen in Utah

Schwuler Mitschüler bedroht

Ein 18-Jähriger aus Utah soll einen schwulen Ex-Mitschüler und dessen Familie mehrfach mit dem Tod bedroht haben. Nun wurde er angeklagt.
Penis-Filler endet tödlich

Influencer stirbt nach Eingriff

Ein britisch-nigerianischer Influencer stirbt nach einer Penisvergrößerung in Thailand an einer durch den Eingriff ausgelösten Lungenembolie.
Neuer Sitz für Vielfalt

Queere Stimme im SWR

Erstmals erhält der SWR-Rundfunkrat nun einen Sitz für queere Selbstvertretung. Trans* Autorin Janka Kluge übernimmt das Mandat.
Geschmacklose Veranstaltung

Aufregung an US-Universität

Ein angeblicher Charlie-Kirk-Doppelgänger-Wettbewerb an der Georgetown University sorgt vor dem ersten Todestag des Aktivisten für viel Kritik.
Neue US-Helpline für LGBTIQ+

Kalifornien plant neue Anlaufstelle

Kalifornien will einen eigenen LGBTIQ+-Zugang zur 988-Krisenhotline schaffen, falls die neue Bundeslösung queere Betroffene nicht berücksichtigt.
Eklat in Washington

Pentagon sucht queere Krankenakten

Das US-Pentagon durchsucht offenbar aktuell Militärakten gezielt nach Hinweisen auf trans* Soldaten und sorgt damit für hitzige Debatten in den USA.