Direkt zum Inhalt
Attacken gegen LGBTIQ+
ANZEIGE

Attacken gegen LGBTIQ+ Weniger Sichtbarkeit, mehr Angriffe auf LGBTIQ+ - so das Fazit des jüngsten GLAAD-Berichts

ms - 03.06.2025 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Die amerikanische LGBTIQ+-Organisation GLAAD veröffentlichte jetzt ihren dritten Jahresbericht zu Extremismus-Vorfällen gegen die Community – im Jahr 2024 wurden insgesamt mehr als 930 Angriffe in 49 Bundesstaaten verzeichnet. Zehn Menschen aus der Community wurden dabei ermordet. 

Gespaltenes Klima in den USA

Anders als die generelle Hasskriminalitätsstatistik im Bereich LGBTIQ+ in den USA dokumentiert der sogenannte ALERT Desk-Bericht oft auch Fälle, die von den Strafverfolgungsbehörden nicht weiter untersucht werden – er gilt als Gradmesser für die jüngsten Entwicklungen in den USA. Vereins-Präsidentin Sarah Kate Ellis: „In diesem Jahr sind Rückschritte bei der Sichtbarkeit von LGBTIQ+ und Herausforderungen für unsere Rechte mit einem starken Anstieg von Anti-LGBTIQ+-Rhetorik und Desinformation in sozialen Medien und politischen Kampagnen verbunden. Das Ergebnis ist ein spaltendes kulturelles Klima, das einen hohen Preis hat.“ 

Bombendrohungen und Buchverbote

Die wesentlichen Fakten: Besonders im Fokus der Angriffe waren demnach 2024 trans* und nicht-binäre Personen. Viele Angriffe auf die Community gehen von Schulvertretern sowie Staatsbeamten oder Stadtratsmitgliedern aus. Insgesamt wurden im Schuljahr mehr als 10.000 Bücher in öffentlichen Schulbibliotheken verboten, weil sie LGBTIQ+-Bezüge hatten. Bei Veranstaltungen mit Drag-Künstlern kam es im letzten Jahr zu 16 Bombendrohungen und vier tatsächlichen Angriffen.  

Fast zwei von drei queeren Erwachsenen in den USA gaben an, dass sie persönlich Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität erfahren haben. Rund 68 Prozent aller LGBTIQ+-Erwachsenen sind davon überzeugt, dass die Gewalt und die Drohungen im nächsten Jahr noch weiter zunehmen werden – die queere Generation Z glaubt dies sogar zu 84 Prozent. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Schwule Cowboys im Rampenlicht

Cowboys als Social-Media-Hit

Seit dem Nationalen Cowboy-Tag am Wochenende rücken schwule Cowboys online wieder in den Fokus – und ein altes Klischee erhält neue Aufmerksamkeit.
Sexpositive Städte weltweit

Vancouver holt deutlich auf

Die sexpositivste Stadt weltweit bleibt auch 2026 Amsterdam, doch Vancouver auf Platz 2 holt stark auf. Die erste deutsche Stadt: Köln auf Platz 4.
Kirchen im LGBTIQ+-Check

Zwischen Akzeptanz und Ablehnung

Eine neue US-Rangliste zeigt: Während einige Kirchen LGBTIQ+-Menschen vollständig gleichstellen, halten andere an einer strikten Ablehnung fest.
Australiens Volkszählung

Erstmals wird LGBTIQ+ mitgedacht

Australiens neue Volkszählung 2026 erfasst erstmals LGBTIQ+-Daten. Aktivisten sehen darin einen wichtigen Schritt für mehr Sichtbarkeit.
Lehrer kämpfen für Schutz

Ohio verschärft LGBTIQ+-Regeln

Eine Lehrerin hat in Ohio eine Kampagne angestoßen und schult Pädagogen zu LGBTIQ+-feindlichen Gesetzen gegen Schüler.
Burnhams Kabinett im Fokus

Zwischen Gleichheit und Streit

Das neue britische Labour-Kabinett unter Andy Burnham steht wegen seiner Positionen zu LGBTIQ+-Rechten derzeit verstärkt im Fokus.
HIV-Hilfe unter Druck

US-Kürzungen mit massiven Folgen

Eine neue Studie sieht massive Folgen von US-Hilfskürzungen für HIV-Programme, über 1.700 Einrichtungen weltweit mussten bereits schließen.
World Pride in Amsterdam

Königlicher Auftakt für Vielfalt

Mit Besuch von Königin Máxima ist der World Pride in Amsterdam gestartet. Veranstalter und Politik warnen vor wachsendem Druck auf LGBTIQ+-Rechte.
Ermittlung gegen Bürgermeister

Streit um beleidigende E-Mails

Nach dem Streit um die Rettung des gestrandeten Buckelwals "Timmy" ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Timmendorfer Strands schwulen Bürgermeister.