Direkt zum Inhalt
Attacke im Wald
ANZEIGE

Attacke im Wald 58-Jähriger wird bei vermeintlichem Sex-Date von sechs Jugendlichen lebensgefährlich verletzt

ms - 19.06.2024 - 09:00 Uhr
Loading audio player...

Erneut wurde in Deutschland ein schwuler Mann nach einer Verabredung über eine Dating-App Opfer eines Raubüberfalls – der 58-Jährige Mann aus Nordrhein-Westfalen wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Die Tat ereignete sich am Donnerstagabend letzter Woche in einem Waldstück bei Hagen.

Date mit Sexarbeiter

Gegen 17.45 Uhr abends hatte sich dort in einem Waldstück im Stadtteil Hohenlimburg der 58-Jährige über eine schwule Dating-App mit einem vermeintlichen Sexarbeiter verabredet. „Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen verabredete sich der 58-Jährige über eine Gay-Dating-App mit einer anderen Person, um sexuelle Handlungen gegen Zahlung eines Geldbetrages vorzunehmen“, so die Polizei in Hagen.

Lebensgefährliche Verletzungen

Tatsächlich fand das Treffen mit dem jungen Mann auch statt, der sein späteres Opfer kurz nach dem Zusammentreffen bat, mit ihm in den Wald zu gehen. Dort warteten dann fünf weitere Personen auf den ahnungslosen 58-Jährigen. Sie schlugen daraufhin immer wieder brutal auf den schwulen Mann aus Schwelm (Nordrhein-Westfalen) ein, raubten ihm sein Bargeld und flüchteten schlussendlich. Dem 58-Jährigen gelang es noch, den Notruf zu alarmieren. Mit lebensgefährlichen Verletzungen kam er ins Krankenhaus. Nach einer knappen Woche in der Klinik besteht aktuell keine Lebensgefahr mehr.

Fahndungserfolg mittels Hubschrauber

Die Polizei fahndete mittels eines Hubschraubers nach den sechs Flüchtigen und konnte diese kurz darauf in einem Waldstück ausfindig machen. Sie wurden in der Nähe des Gewerbegebiets in Letmathe festgenommen. Alle sechs Tatverdächtigen sind zwischen 15 und 18 Jahre alt, sie wurden inzwischen wieder aus der Haft entlassen. Weitere Details über ihr Umfeld wurden nicht bekanntgegeben. 

Gegen die sechs Jugendlichen wird jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Raubes ermittelt. Die Polizei geht davon aus, dass die jugendliche Gruppe bereits öfter zugeschlagen haben könnte, eine weitere ähnlich gelagerte Tat war erst vor kurzem in der Region angezeigt worden. Dazu gibt es weitere offene Fälle, die ebenso ins Tatmuster passen. Hinweise dazu nimmt die Polizei Hagen (Telefon 02331 / 986 2066) entgegen. 

Dating-Masche nimmt zu

In den letzten Monaten seit Jahresbeginn mehren sich die Polizeimeldungen in ganz Deutschland von Überfällen, bei denen es die zumeist jungen Täter gezielt auf schwule Männer jedes Alters abgesehen haben. Die Masche ist in den Grundzügen immer gleich, der erste Kontakt findet dabei zumeist online über bekannte Dating-Apps wie Romeo und Grindr oder auch über Social-Media-Plattformen wie Instagram, X und Facebook statt. 

Es wird geflirtet, geschrieben, und Bilder ausgetauscht, bis man sich schließlich für ein Sex-Date verabredet. Sehr gerne an einer ablegenden Stelle, einem Feldweg, im Park, auf einem verlassenen Parkplatz oder auch direkt bei den ahnungslosen Opfern zu Hause. 

Polizei rät zu Vorsichtsmaßnahmen

Die Polizei geht davon aus, dass die allermeisten Fälle aus Scham und Angst gar nicht erst angezeigt werden – besonders leichtes Spiel haben die Täter so bei noch nicht geouteten schwulen Männern. Immer wieder rät die Polizei dazu, nicht zu leichtsinnig zu sein und bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. So sollte ein erstes Treffen beispielsweise nicht an einem uneinsichtigen Ort stattfinden, sondern an einem belebten öffentlichen Platz. 

Die Polizei rät auch dazu, persönliche Informationen nur sehr spärlich preiszugeben. Eine andere Vorsichtsmaßnahme ist es, einen guten Freund oder der besten Freundin vorab die grundsätzlichen Daten zu übermitteln und eine Zeit zu vereinbaren, bis wann man sich nach dem Treffen wieder zurückmeldet.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Vater, Sohn und Onkel

Familienbande bei OnlyFans

Ein umstrittenes OnlyFans-Duo aus Vater und Sohn veröffentlichte nun auch Inhalte mit einem Mann, der offenbar der Familienonkel sein soll.
Manu Ríos in Horrorfilm

Sexy Kerl für Kit Connor

Sexy Kerle unter sich: Kit Connor und Manu Ríos spielen in „Rapture“ in einem mittelalterlichen Horrorfilm über Pest und Untote.
Heated Rivalry Autorin Reid

Großspende für Bibliotheken

Heated Rivalry-Autorin Rachel Reid spendete jetzt 300.000 US-Dollar an fünf ländliche Bibliotheken in Nova Scotia, die um ihren Erhalt kämpfen.
Russland zensiert Papst

Autobiografie von Papst Franziskus

Zensur extrem: In der russischen Ausgabe der Autobiografie von Papst Franziskus fehlen Passagen über LGBTIQ+-Menschen und gleichgeschlechtliche Paare.
Besondere Freundschaften

Die beste Freundin schwuler Jungs

Schwule und die beste Freundin: Eine weltweite Studie belegte nun, dass gute Freundschaften auch die psychische und körperliche Gesundheit fördern.
Brutale Attacke in Lyon

Angriff auf Straßenartisten

Ein schwules Künstlertrio wurde bei einer Straßenaufführung in Lyon homophob beschimpft und mit hunderten Feuerwerksmörsern beschossen.
Aufregung um Cheez-It-Werbung

US-Christen fordern Konsequenzen

Sturm im Wasserglas: Eine christliche US-Gruppe kritisiert einen Cheez-It-Werbespot als homosexuell anzüglich und fordert dessen Rückzug.
Razzia im Senegal

Vier schwule Männer in Haft

Im Senegal wurden erneut vier Männer nach einem anonymen Hinweis festgenommen. Ihnen werden unter anderem homosexuelle Handlungen vorgeworfen.
Trans* Frau schwer verletzt

Angriff mit Glasscherben

Eine junge trans* Frau wurde in Montpellier mit Glasscherben schwer verletzt, sie erlitt über 100 Verletzungen. Die Polizei fahndet nach den Tätern.