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Angriff auf Reality-TV-Star Britischer Community-Liebling Cameron Cole schwer verletzt

Von ms - 04.11.2025 - 11:00 Uhr
Angriff auf Reality-TV-Star
Foto: IMAGO / Newscom World
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Der britische Reality-TV-Star und Big Brother-Gewinner Cameron Cole (26) wurde an seinem Geburtstag von einem homophoben Mob in London beleidigt, beschimpft und brutal zusammengeschlagen. Mit Schnittwunden im Gesicht und einem blutigen Auge überlebte der junge Mann die Attacke. 

Anfeindungen seit Coming-Out 

Der junge Brite ist einer der Lieblinge der queeren Generation Z und wurde durch seinen Titelgewinn bei Big Brother im Alter von 19 Jahren zum Star; er outete sich auch in der TV-Sendung als schwul und wurde so zum Vorbild für viele junge Homosexuelle in Großbritannien. Bereits damals erlebte er vor allem in den sozialen Medien Beschimpfungen, wurde aber überdies auch auf offener Straße immer wieder beleidigt. Mehrfach riefen außerdem Unbekannte per Telefon anonym bei ihm zu Hause an und rieten dem jungen Menn, er möge sich wegen seiner Homosexualität doch umbringen. 

Cole indes ließ sich nicht einschüchtern und war seitdem immer wieder in TV-Formaten auf der Insel zu sehen und ist überdies als Videoblogger und Influencer sehr erfolgreich. Seinen 26. Geburtstag feierte der junge schwule Mann in London, doch die Party endete blutig. „Ich hatte einen wunderschönen Geburtstag, umgeben von Liebe, und dennoch sah ich mich schlussendlich mit Menschen konfrontiert, die sich für Hass und Gewalt entschieden haben!“, so Cole auf Instagram. 

Angriff bewusst öffentlich gemacht 

Er habe sich bewusst entschieden, den Angriff öffentlich zu machen, obgleich er sich nach der Attacke immer noch sehr verletzlich fühle. Doch er hoffe, so Cole weiter, mit seiner Geschichte dazu beizutragen, das Bewusstsein für die LGBTIQ+-Community und für die steigenden Fälle von Hasskriminalität in der Gesellschaft zu schärfen. Die Polizei von England und Wales hat erst vor wenigen Tagen im Oktober die neusten Daten veröffentlicht: Insgesamt kam es zu mehr als 19.100 Angriffe auf Schwule und Lesben aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, wobei der Großraum London als Epizentrum der Attacken gar nicht mitgezählt wurde wegen einer Neuregelung der Stadtregierung. 

Neuer Kampfgeist bei Cole 

Cole erzählte weiter, er sei mehrfach an dem Abend immer wieder von dem homophoben Mob angegangen worden, zuerst habe man ihn immer wieder beleidigt und beschimpft – als er später dann allein war, wurde der Hass zu Gewalt und die jungen Angreifer schlugen auf den TV-Liebling ein. „Das hat mich erschüttert. Ich fühlte mich verletzlich, wie es niemand jemals fühlen sollte, vor allem nicht, weil ich einfach nur existiere und ich selbst bin. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass solche Erfahrungen selten sind. Das sollten sie sein. Sind sie aber nicht. Und das bricht mir das Herz. Allen, die so etwas kürzlich oder in der Vergangenheit erlebt haben, sage ich, es tut mir sehr leid. Ihr habt das nicht verdient. Keiner von uns hat das verdient. Ich danke meinem Freund, dass er sich um mich gekümmert hat, aber es hätte nie so weit kommen dürfen! Aber mir ist klar geworden: Hier geht es nicht nur um mich oder nur um die LGBTIQ+-Community.“ 

Kämpferisch betonte Cole daher weiter: „Es geht um jede Minderheit, jede marginalisierte Stimme, jeden, dem gesagt wurde, dass er nicht dazugehört. Die Politik, die Regierung, die Menschen, sie wollen uns spalten, aber sie werden nicht gewinnen. Der Angriff hat mich erschüttert, aber er hat mir auch Feuer und Kampfgeist gegeben, um diese Leute zu bekämpfen. Ihr werdet nicht gewinnen. Versucht es weiter, aber ihr werdet scheitern!“

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