Direkt zum Inhalt
Angriff auf die Community
ANZEIGE

Angriff auf die Community „Von solchen Aktionen lassen wir uns aber nicht einschüchtern!“

ms - 04.07.2023 - 13:26 Uhr
Loading audio player...

„Das Verbrennen der Regenbogenfahne ist ein Angriff auf die queere Community in Köln mit dem Ziel, uns unsichtbar zu machen und uns Angst einzujagen“, so Floris Rudolph, der queer-politische Sprecher von Bündnis 90 / Die Grünen in Köln zum jüngsten Vorfall in der Rheinmetropole.

Ermittlung wegen Sachbeschädigung

Was war geschehen? Nur wenige Tage vor dem CSD am kommenden Wochenende verbrannten drei junge Männer im Alter von 18 und 20 Jahren eine Regenbogenflagge in der Richard-Wagner-Straße. Ein 19-jähriger Anwohner alarmierte die Polizei, die die drei Heranwachsenden dann ganz in der Nähe kurz Zeit später stellen konnte.

Bei der Durchsuchung der Tatverdächtigen beschlagnahmten die Polizisten auch ein illegales Springmesser sowie einen sogenannten Teleskopschlagstock. Nach Aussage der Ermittler hatte der 18-jährige Haupttäter offenbar die Regenbogenflagge von einem Fahnenmast in einer Hofeinfahrt im schwul-lesbischen Kiez abgerissen und anschließend angezündet. Alle drei jungen Männer erwartet jetzt eine Ermittlung wegen Sachbeschädigung, zudem wurde ihnen ein Platzverweis ausgesprochen.

Deutschlandweit größter CSD in Köln

Ein banaler Vorfall? Mitnichten, wie Rudolph weiter erklärt und dabei festhält: „Von solchen Aktionen lassen wir uns aber nicht einschüchtern, sondern am kommenden Wochenende werden wir Köln zum Cologne-Pride in einen großen Regenbogen hüllen.“ In Köln wird in diesem Jahr am kommenden Wochenende die größte Pride-Parade Deutschlands erwartet. Im vergangenen Jahr nahmen rund 180 Gruppen am CSD teil, in diesem Jahr sollen mehr als 200 Gruppen mit dabei sein. Zudem rechnet die Stadt mit rund 1,5 Millionen Besuchern. Die Sicherheitsvorkehrungen sind hoch, nachdem es in den letzten Wochen immer wieder bei fast allen CSD-Veranstaltungen zu Angriffen gekommen ist.  

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Gay for Pay bei OnlyFans

Zwischen Geld, Sex und Identität

Eine wachsende Gruppe heterosexueller Männer produziert auf OnlyFans explizite Inhalte für ein schwules Publikum und ändert Debatten über Männlichkeit
Schwules Vampir-Märchen

Sexy Fischer trifft Walfänger

Ein umjubelter schwuler Horrorfilm erzählt von einer verbotenen Liebe zwischen einem Fischer und einem Walfänger auf den Färöer-Inseln.
„Benedictwink“ geht viral

Vom Papst zum Internet-Schwarm

Ein Jugendfoto von Benedikt XVI. sorgt online für schwule Begeisterung – und lenkt den Blick auf seine umstrittene Vergangenheit.
Pride als UNESCO-Kulturerbe

Petition soll Idee vorantreiben

Die Pride-Bewegung soll als immaterielles Kulturerbe anerkannt werden, fordert jetzt auch eine Petition, nominiert von den Niederlanden.
Jetten warnt vor Rückschritten

Niederlande sehen neue Spannungen

Der niederländische Premierminister Rob Jetten warnt vor schwindender LGBTIQ+-Akzeptanz unter jungen Menschen und fordert mehr Engagement.
HIV-Wissen für die Polizei

Aktion in Großbritannien

Ein Londoner Polizist will mit HIV-Schulungen Vorurteile abbauen und setzt sich für verpflichtende Aufklärung bei der britischen Polizei ein.
Spaltung der Community

Kritik an Log Cabin Republicans

Der einstige LGBTIQ+-Verein Log Cabin Republicans in den USA will künftig nur noch LGB-Interessen vertreten und stößt damit auf scharfe Kritik.
Gesetzvorschlag in Indonesien

LGBTIQ+-Menschen unter Druck

Ein Dekret der indonesischen Regierung sorgt für scharfe Kritik, während LGBTIQ+-Menschen zunehmend Gewalt und Verfolgung ausgesetzt sind.
Entsetzen in Kamerun

Mord an schwulem Mann

Fassungslosigkeit in Kamerun: Nach dem Mord an Paul Gérard in Douala prallen tiefe Trauer und homophober Spott aufeinander.