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Erste offen bi-sexuelle Eiskunstläuferin startet bei Olympia

Amber Glenn in Mailand dabei Erste offen bi-sexuelle Eiskunstläuferin startet bei Olympia

tb - 13.01.2026 - 20:30 Uhr
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Die 26-jährige US-amerikanische Eiskunstläuferin Amber Glenn sorgt bei den anstehenden Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina für Aufsehen: Sie wird als erste offene LGBTIQ+-Eiskunstläuferin in der Olympiageschichte an den Start gehen. Mit ihrem öffentlichen Coming-out als bisexuelle und pans* Frau im Jahr 2024 und der souveränen Titelverteidigung bei den US-Meisterschaften 2026 setzt Glenn ein deutliches Zeichen für Vielfalt und Sichtbarkeit im internationalen Spitzensport.

 

Eiskunstlauf und Sichtbarkeit

Nach ihrem dritten nationalen Titel in Folge erfüllte sich Glenn den Olympia-Traum, ein Erfolg, der zuvor nur der legendären Michelle Kwan gelungen war. Durch den Gewinn der Goldmedaille bei den US-amerikanischen Meisterschaften, einem der wichtigsten Selektionswettkämpfe für das Olympia-Team, sicherte Glenn sich einen der begehrten Startplätze. Ihre Reise symbolisiert nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern markiert auch einen Moment gesellschaftlicher Bedeutung: Glenn feiert Erfolge auf dem Eis oft mit der Progress Pride Flagge und motiviert damit viele junge Sportlerinnen und Sportler, authentisch zu sich zu stehen.

„Ich hatte große Angst, dass mein Coming-out meine Wertungen beeinträchtigt“, bekannte Glenn vor Kurzem gegenüber Medien. „Doch zu sehen, wie viele jüngere Menschen sich durch meine Offenheit stärker vertreten fühlen, gibt mir Kraft. Es zeigt, dass man auch als offene trans* Person – oder als LGBTQIA+ Person – an die Spitze gehören kann.“ Ihre Ehrlichkeit und ihr Erfolg bieten Identifikationsflächen, die der traditionell konservativen Wintersportwelt neue Perspektiven eröffnen.

Neben sportlichen Erfolgen beeindruckt Glenn mit Offenheit über ihre mentale Gesundheit. Die Eiskunstläuferin spricht transparent über Herausforderungen wie Depressionen, Angststörungen, Essprobleme oder ADHS. Dass Athletinnen und Athleten mit psychischen Belastungen an die Öffentlichkeit treten, wird jüngst auch durch Initiativen des Internationalen Olympischen Komitees befürwortet. Während männliche Athleten wie Jason Brown und Lewis Gibson sich bereits geoutet haben, ist Glenn unter Frauen bislang eine Ausnahme.

Amber Glenn steht bei den Winterspielen 2026 nicht nur für sportlichen Ehrgeiz, sondern für Fortschritt und Vielfalt im Eiskunstlauf. Ihr historischer Auftritt könnte die olympische Bewegung nachhaltig prägen und mehr Offenheit für LGBTIQ+-Sportlerinnen und Sportler bewirken. Werden weitere Athletinnen und Athleten aus dem Schatten treten? Glenns Beispiel hat das Potenzial, eine neue Generation zu inspirieren – auf dem Eis und darüber hinaus.

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