Direkt zum Inhalt

Militär jetzt ohne Spielzeug Pentagon stoppt Versand von Erotikartikeln an US-Soldaten

Von mr - 13.01.2026 - 14:30 Uhr
Pentagon stoppt Versand von Erotikartikeln an US-Soldaten
Foto: © iStock / Artico
ANZEIGE
Loading audio player...

Kanadischer Erotikshop stoppt Versand nach Pentagon-Intervention.

 

Pentagon greift in Konsum ein

Der US-Verteidigungsapparat hat unlängst einem kanadischen Erotikversand den Auftrag erteilt, keine Sexspielzeuge mehr an Militärangehörige in Bahrain zu schicken. Anlass war eine Intervention des US-Verteidigungsministeriums, nachdem Produkte wie Butt Plugs und Vibratoren über den Online-Shop Bonjibon an eine US-Militärbasis im arabischen Land gelangt waren, wie die Inhaberin Grace Bennett bestätigte. Bahrain stuft solche Artikel als illegal ein, weshalb sie von den örtlichen Behörden auch umgehend beschlagnahmt und an den Absender zurückgeschickt wurden.

 

Hohes Risiko für Betroffene

Die Briefe, die laut Angaben von Bennett sogar als „Gefahr für Leib und Leben“ — so die Formulierung —deklariert wurden, wurden von der US-Administration als Warnschreiben verfasst. Auch das kanadische Geschäft teilte mit, dass die betroffenen Pakete vermutlich von Dritten weitergeleitet wurden, da das Unternehmen selbst keine Lieferungen ins Königreich Bahrain vornimmt. Auslöser der Aktion war die Kontrolle durch den lokalen Zoll, der explizit vor „pornografischen Materialien oder Geräten“ warnte. Die Rechtslage im Bahrain ist sowohl für die LGBTIQ+-Community als auch für Konsumentinnen und Konsumenten deutlich restriktiver als in Nordamerika oder Europa. Zusätzlich unterliegen Soldatinnen und Soldaten strengen Reglementierungen und den jeweiligen Länderregelungen, wie führende Menschenrechtsorganisationen aktuell erneut betonten.

 

Stimmen der Beteiligten

Grace Bennett äußerte, dass sie nicht damit gerechnet hatte, mit ihrem Versand die Aufmerksamkeit des US-Militärs auf sich zu ziehen. Vielmehr fordert sie, dass die militärische Führung ihre Angehörigen besser über die geltenden Gesetze im Ausland informiert, statt Privatunternehmen unter Druck zu setzen: „Ich will eigentlich nur, dass alle wissen, was bestellbar ist und was nicht.“

 

Rechtslage und kulturelle Unterschiede

Das Vorgehen verdeutlicht, wie sehr Soldatinnen und Soldaten auf Auslandsbasen von den oft erheblich restriktiveren Gesetzen ihrer jeweiligen Einsatzländer betroffen sind. In Bahrain sind nicht nur bestimmte Sexualpraktiken, sondern generell der Besitz und Versand von Sexspielzeugen strafbar, was sowohl für Militärpersonal als auch für Zivilistinnen und Zivilisten erhebliche Risiken birgt. Auch in anderen Gastländern der US-Armee gelten solche Verbote, was zuletzt zu diplomatischen Spannungen und vermehrten Zollkontrollen führte.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

Süddeutsche ZeitungGen Z und Vorurteile: „Nimm die Piercings besser raus“DER STANDARDStaatsanwaltschaft will gegen Kickl wegen Verhetzung der queeren Community ermittelnBILDCSD-Terrorist Abdul Ballout - Justiz ließ ihn vor Anschlag immer wieder laufenSüddeutsche ZeitungVeranstaltung in Garching: Fundamentalistische Hassbotschaften im BürgerhausAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Sollte die geplante automatische Weitergabe sensibler Daten in Baden-Württemberg verhindert werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Beziehungsängste bei Schwulen

Neue Studie zeigt Unterschiede

Eine neue Studie zeigt: Junge schwule Männer zweifeln häufiger an der Stabilität ihrer Partnerschaft als gleichaltrige heterosexuelle Männer.
Heated Rivalry im Fokus

Mastermind Tierney attackiert NHL

„Heated Rivalry“-Schöpfer Jacob Tierney wirft der NHL mangelnde LGBTIQ+-Akzeptanz vor und kritisiert ihren Umgang mit sexuellen Übergriffen.
Mehr Sex bei Alex und Henry?

„Royal Wedding“ wird freizügiger

Die Fortsetzung von „Red, White & Royal Blue“ erhält in den USA eine R-Freigabe. Fans hoffen deshalb auf deutlich mehr Nacktheit und Sex.
Haftstrafen für Attentatspläne

Anschlag gegen Volker Beck geplant

Ein Gericht in Hamburg verurteilte jetzt zwei Männer wegen iranischer Geheimdienstaktivitäten. Volker Beck fordert die Ausweisung des Botschafters.
Tod von Bob Mackie

Todesursache enthüllt

Nach dem Tod von Modedesigner Bob Mackie gibt seine Sterbeurkunde neue Einblicke. Offenbar starb der 87-Jährige an den Folgen eines Sturzes.
Neue Kritik an Meta

Warnung vor massiver Desinformation

Meta soll mindestens 29 LGBTIQ+-feindliche Accounts finanziell unterstützen. Vor den US-Wahlen wächst nun erneut die Kritik an dem Konzern.
Missbrauchsskandal in Italien

Volleyballtrainer unter Verdacht

Ein Volleyballtrainer aus Turin soll minderjährige Spieler sexuell missbraucht haben, die Minderjährigen sollen ihm Nacktfotos geschickt haben müssen.
40 Jahre Kampf gegen AIDS

ACT UP erinnert an HIV-Proteste

Mit besonderen Aktionen erinnert ACT UP an 40 Jahre HIV/AIDS-Aktivismus und sammelt Geld für neue internationale Protestaktionen.
Eklat um Chick-fil-A-Chef

Interview sorgt für Empörung

Chick-fil-A-Chef Andrew Cathy vermied jetzt erneut klare Aussagen zu LGBTIQ+-Rechten. Ein TV-Interview löst daraufhin heftige Kritik aus.